Nach den sexuellen Übergriffen von Hamburg in der Silvesternacht hat die Polizei weitere Ermittlungserfolge zu vermelden. Man habe acht Tatverdächtige ermitteln können, teilte das Landeskriminalamt mit.

Nach den sexuellen Übergriffen auf Frauen in der Silvesternacht in Hamburg hat die Polizei acht Tatverdächtige ermittelt. Sie hätten alle einen Migrationshintergrund, sagte der Vize des Landeskriminalamts, Frank-Martin Heise, am Donnerstag im Innenausschuss der Bürgerschaft.

Beamte stehen nach Vorfällen in Köln als Sündenböcke da und wehren sich.

Den Flüchtlingen und den zum Teil seit Jahren in Hamburg lebenden Männern könnten konkrete Taten in St. Pauli oder am Jungfernstieg zugeordnet werden. Es sei aber niemand in Haft.

Gegen weitere 18 bis 20 Personen, denen noch keine konkreten Taten zugewiesen werden könnten, werde ermittelt. Sie hätten sich in der Nacht an den Tatorten aufgehalten, und Fotos deuteten darauf hin, dass sie beteiligt gewesen sein könnten.

Die Zahl der Strafanzeigen stieg laut Heise bis Donnerstag auf 195.

Unsicherheitsgefühl weckt gefährliches Interesse an Selbstschutz im Alltag.

Es hätten sich 306 geschädigte Frauen gemeldet. Sie hätten die Täter überwiegend als "Südländer", "Nordafrikaner" oder als Menschen "mit dunklem Hautteint" beschrieben. Am Neujahrstag selbst seien bereits 14 Anzeigen wegen sexueller Straftaten erstattet worden, wie eine nachträgliche Überprüfung ergeben habe.© dpa