Nachdem es mit der weißen Pracht an Heiligabend dieses Jahr nicht geklappt hat, zeigen sich zumindest am zweiten Weihnachtsfeiertag viele Orte Deutschlands unter einer weißen Schneedecke. Und das war nur ein Vorgeschmack auf die kommenden Tage.

Die aktuellen Prognosen in unserem Ticker.

Freitag, 26.12. +++ Endlich ist der Schnee da+++

Vielerorts hüllt sich die Landschaft am Freitag in eine weiße Schneedecke. Das Portal "wetteronline.de" berichtet beispielsweise in den Hochlagen von Erzgebirge und Harz bereits von über zehn Zentimeter der weißen Pracht. Im Osten und Südosten kann es demnach heute noch zeitweise schneien. Und auch für die kommenden Tage prognostizieren die Meteorologen winterliches Wetter.

Nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes (DWD) muss sich der Südwesten am Samstag auf ein Schneetief gefasst machen. Vor allem in der Südosthälfte Deutschlands ist demnach mit schauerartigen Niederschlägen zu rechnen, Schnee kann bis in tiefe Lagen fallen.

Bereits in der Nacht müssen wir uns auf starke Schneefälle einstellen. Der DWD schreibt auf seiner Homepage: "Am Samstag schneit es im Westen und Südwesten, am Nachmittag auch im gesamten Süden kräftig. Dabei kann es in Baden-Württemberg, in Rheinland-Pfalz, im Saarland und in Südhessen über 15 cm Neuschnee geben" Für das höhere Bergland prognostizieren die Wetterexperten sogar Neuschneemengen von über 30 cm.

Am Sonntag sind nur ein paar Flocken zu erwarten - vor allem wieder im Süden und der Mitte Deutschlands. Im südlichen und südöstlichen Bergland kann es auch länger schneien. "Das wird aber harmlos", sagte Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst in Offenbach am Freitag. . In Küstennähe und den Tälern im Süden erreichen die Temperaturen null bis drei Grad, im Rest der Republik herrscht leichter Dauerfrost. Am Montag können im Nordosten einige, wenige Zentimeter Schnee fallen. (kab/dpa)

Donnerstag, 25.12. +++Weiße Silvester statt weißer Weihnacht +++

Die meisten Menschen in Deutschland werden das neue Jahr wohl im Schnee begrüßen können. "Wir gehen davon aus, dass der größte Teil Deutschlands an Silvester weiß sein wird", sagte der Meteorologe Christoph Hartmann vom Deutschen Wetterdienst (DWD) am Donnerstag in Offenbach.

In Hamburg werde es zum Jahreswechsel voraussichtlich etwa 2 Grad warm. In Berlin, im Ruhrgebiet und in der Rhein-Main-Region wird mit Temperaturen um den Gefrierpunkt gerechnet, am Oberrhein mit leichtem Dauerfrost und in München mit minus 4 Grad. Schnee sei am Samstag und am Montag zu erwarten, allerdings seien die Prognosen noch nicht eindeutig, sagte der Meteorologe. Am Mittwoch nächster Woche - also an Silvester - wird es nach jetzigem Stand vermutlich in weiten Teilen Deutschlands trocken bleiben.

Den Heiligabend feierten die Deutschen bei milden Temperaturen zwischen 7 und 11 Grad - passend für ein Jahr, das als das wärmste seit Beginn der Wetteraufzeichnungen in die Geschichte eingehen wird, aber nicht ungewöhnlich. Im vergangenen Jahr war es an Weihnachten noch wärmer: Damals kletterten die Temperaturen auf 10 bis 16 Grad. (dpa)

Dienstag, 23.12. +++ Nach Heiligabend gibt es Frost - und ein wenig Schnee +++

Heiligabend wird in Deutschland für manchen Geschmack wohl zu warm ausfallen. Doch nach dem Fest machen die Temperaturen einen Satz nach unten. "Die Nacht zum zweiten Weihnachtsfeiertag wird eisig", sagt Meteorologe Michael Klein vom Wetterportal donnerwetter.de. Bei Nachtfrost wird es verbreitet -2 bis -4 Grad kalt, in Thüringen sind sogar Tiefstwerte bis unter -6 Grad möglich.

In den Alpen kann es dann ordentlich schneien, bis zum Wochenende sind mancherorts 10 bis 15 Zentimeter Neuschnee möglich. Auch in den östlichen Mittelgebirgen wie im Harz, Erzgebirge und dem Thüringer Wald wird es im Laufe der Weihnachtsfeiertage Schnee geben. Sogar in den Niederungen in der Lüneberger Heide und in Mecklenburg-Vorpommern sind ein paar Flocken drin, in Sachsen erwartet Wetterexperte Klein in der Nacht zum 26. Dezember eine weiße Decke von 8 bis 9 Zentimetern. Dort wird der Schnee aber im Laufe des Tages wieder verschwinden.

In der Osthälfte Deutschlands und in weiten Teilen Bayerns gibt es am Samstag sogar Dauerfrost. In Niedersachsen und Baden-Württemberg kündigt Meteorologe Klein dagegen leichte Plusgrade bei 2 bis 3 Grad an. Am Sonntag strömt dann wieder etwas mildere Luft nach Deutschland und Dauerfrost gibt es dann nur noch im östlichen Brandenburg.

Montag, 22.12. +++ Schnee am zweiten Weihnachtsfeiertag? +++

Schnee an Heiligabend wird es für die meisten Menschen in Deutschland nicht geben. Die Meteorologen des Deutschen Wetterdienstes (DWD) sagen aktuell für den 24. Dezember milde Temperaturen mit Höchstwerten von 7 und 12 Grad voraus. Dazu gibt es im Norden Regen und Wind, im Süden kann auch mal die Sonne vorbeischauen.

Ein wenig mehr Winterstimmung versprechen allerdings die beiden Weihnachtsfeiertage. "Nach den aktuellen Berechnungen setzt sich die kalte Luft über Sibirien in Bewegung und rutscht näher an Mitteleuropa heran und erreicht uns nach dem Weihnachtsfest", sagt Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal "wetter.net". Am Tag nach Heiligabend sinke die Schneefallgrenze bereits auf 400 bis 500 Meter. Am 26. Dezember seien dann im Osten und Süden Schneeflocken bis in tiefe Lagen möglich.

Vom 23. bis 27. Dezember wird es voll auf den Straßen!

Eine schöne Schneelandschaft wird es aber wohl dennoch nicht geben. Die Witterung werde sich in den Niederungen eher nasskalt und windig anfühlen. "Denn Schnee wird es dort wohl nur temporär und in Verbindung mit einzelnen kurzen Schauern, eventuell auch Graupelgewittern geben", erklärt Michael Tiefgraber vom DWD.

Sonntag, 21.12. +++ Zweistellige Temperaturen zum astronomischen Winteranfang +++

Verkehrte Wetterwelt: Zum astronomischen Winteranfang Anfang der Woche steigen die Temperaturen. Mit bis zu zwölf Grad am Montag und bis zu 15 Grad am Dienstag fällt der Start in die Weihnachtswoche nach Angaben des Deutschen Wetterdienstes ungewöhnlich warm aus. Grund für die frühlingshaften Temperaturen seien vom warmen Ozean aufgeheizte Luftmassen, die zwischen Orkantief "Freia" über dem Nordmeer und Hoch "Thue" über Südeuropa entstehen und in Richtung Deutschland ziehen, teilte DWD-Meteorologe Lars Kirchhübel am Sonntag in Offenbach mit. Der astronomische Winteranfang ist in der Nacht zu Montag.

Am Montag bleibt es in Nord- und Mitteldeutschland bewölkt bei sieben bis zwölf Grad, immer wieder regnet es. Trocken ist es nur in Süddeutschland, am häufigsten scheint die Sonne südlich der Donau. Dabei weht immer wieder ein starker Wind, der besonders an der See und in den Bergen stürmisch werden kann. Die Nacht wird in den meisten Landesteilen frostfrei. Am Dienstag bleibt es wechselhaft und es wird noch wärmer - am Oberrhein und im Alpenvorland sind örtlich bis zu 15 Grad möglich.

Braten, Stollen und Punsch in rauen Mengen - die Völlerei gehört zum Weihnachtsfest einfach dazu. Nun ergab eine Umfrage, dass viele Deutsche sogar planen, einen über den "Durst" zu trinken. Vor allem junge Erwachsene bereiten sich auf den Rausch zum Fest vor.

Bereits im vergangenen Jahr waren die Temperaturen vor Weihnachten wenig winterlich. Auch in diesem Jahr ist der Dezember ungewöhnlich mild und trägt dazu bei, dass der DWD das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen erwartet. Erstmals könnte laut Meteorologe Kirchhübel die Jahresdurchschnitts-Temperatur in Deutschland über 10 Grad liegen.

Samstag, 20.12. +++ "Ein Hauch weißer Weihnacht nur in den Bergen"

Die Aussichten auf weiße Weihnachten sind Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) zufolge eher schlecht. "Das Wetter in den nächsten Tagen wird wechselhaft", sagt der Experte im Gespräch mit unserem Portal. Am Wochenende soll es aber etwas kälter werden. Ab 1.000 Metern ist mit etwas Schneefall zu rechnen. Dem DWD zufolge kann es auch kurz mal kräftig schneien. An Heiligabend ist eher mit milden Temperaturen bis zu zehn Grad zu rechnen. Im Norden wird es stürmisch und regnerisch. "Einen Hauch von weißer Weihnacht gibt es nur in höheren Lagen und am Alpenrand. Dort ist ab dem 1. Weihnachtsfeiertag mit Schnee zu rechnen", sagt Friedrich. Verantwortlich dafür ist eine neue Kaltfront, die zugleich für kühlere Temperaturen sorgt.

Meteorologen wagen erste Prognose zum Wetter an Heiligabend.

Freitag, 19.12. +++ Nicht mal im Süden liegt Schnee +++

Für weiße Weihnachten muss man schon sehr hoch hinaus: Nur im Norden und Osten Bayerns, im Fichtelgebirge und Bayerischen Wald, sinkt in der kommenden Woche die Schneefallgrenze gelegentlich unter 800 Meter. Das sagt der Deutsche Wetterdienst (DWD) voraus. Wintersportler und Schneeromantiker müssen sich also gedulden: Mehr als gezuckert werden die Pisten und Loipen eher selten, wie ein DWD-Meteorologe sagte. Die Vorweihnachtszeit bleibt viel zu mild - im Voralpenland können die Werte am Dienstag und am Heiligen Abend sogar auf über zehn Grad klettern.

Donnerstag, 18.12. +++ Dezember ist zu warm +++

Vom Winter fehlt weiter jede Spur. Wer heute Morgen in Westdeutschland aus dem Haus gegangen ist, der dürfte gemerkt haben: Mit einem Wintermantel ist man deutlich zu warm angezogen. Um 07:30 Uhr lagen die Temperaturen in Düsseldorf, Werl oder in Nörvenich bei 11 Grad. "Zum Vergleich: die Frühwerte der spanischen Urlauberinsel Mallorca lagen am Donnerstagmorgen mit 13 Grad nur unwesentlich höher. Insgesamt wird es heute noch wärmer. Wir erwarten am Nachmittag im Westen und Südwesten Höchstwerte bis 14 Grad. Im Mittel ist der Dezember bisher 1,7 Grad zu warm. In Süddeutschland liegt der Monat aktuell 3 bis 3,5 Grad über dem langjährigen Durchschnitt. In Kempten im Allgäu ist der Monat sogar 4 Grad wärmer als im langjährigen Mittel", so Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net.

Mittwoch, 17.12. +++ Klimawandel macht den Winter grüner +++

Die Meteorologen machen mit ihren aktuellen Wettervorhersagen kaum Hoffnung auf weiße Weihnachten. Stattdessen soll es mancherorts sogar zweistellige Temperaturen geben - und Regen statt Schnee. Die Prognosen erinnern an die vergangenen Jahre. Zum Fest 2013 wurde es in Teilen Bayerns bis zu 19 Grad warm, ein Jahr zuvor wurde sogar der wärmste Heiligabend seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen.

Der Klimawandel macht sich in Deutschland bemerkbar, auch 2014 ist dahingehend ein Rekord-Jahr. Zwar lässt sich das Klima nicht am Wetter einzelner Jahre festmachen, aber der Deutsche Wetterdienst (DWD) beobachtet seit Jahrzehnten eine Erwärmung in Deutschland. Und ein wärmerer Winter bedeutet eben auch, dass die Schneefallgrenze ansteigt. "In den Niederungen und den tieferen Skisportregionen hat die Schneehäufigkeit abgenommen, da bekommen wir die Klimaerwärmung zu spüren", sagt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD).

Dennoch hat sich nach Auswertung der vergangenen 50 bis 60 Jahre nichts an der Schneewahrscheinlichkeit zum Fest geändert. Bundesweit weiße Weihnachten ist eben ein seltenes Phänomen, das es nur alle 20 bis 30 Jahre gibt - zuletzt 2010.

Dienstag, 16.12. +++ Grüne Weihnachten immer wahrscheinlicher +++

Vom Traum einer Schneelandschaft an Heiligabend müssen sich die meisten Menschen in Deutschland in diesem Jahr wohl langsam verabschieden. "Mit einer hohen Wahrscheinlichkeit vor allem für das Flachland kommt es in Deutschland zu grünen Weihnachten", sagt Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD). "In den Niederungen ist bis zum zweiten Weihnachtsfeiertag kein Schnee in Sicht." Die derzeitige Wetterlage mit feuchter und eher milder Luft vom Atlantik bleibe auch in den nächsten Tagen erhalten.

Nach der Abkühlung zum Wochenende, an dem sich auch einige Schneeflocken in die Regenschauer mischen können, sollen die Temperaturen vor Weihnachten noch einmal auf 5 bis 10 Grad steigen. "Es spricht vieles für eine Wiederholung des milden Weihnachtswetters der vergangenen zwei Jahre, wenn auch nicht ganz so warm", sagt Wetterexperte Friedrich. Vor allem im Südwesten zwischen Freiburg und Karlsruhe könnte es auch zweistellige Temperaturen geben. Nach den aktuellen Wettermodellen sei an Heiligabend im Norden mit Regen und Wind zu rechnen. Im Süden soll es etwas freundlicher mit Sonne in den Bergen werden.

Montag, 15.12. +++ Meteorologen erwarten nasse Weihnachten +++

Nach der aktuellen Prognose von Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net schwinden die Chancen auf Schnee zum Fest immer weiter. Stattdessen könnte es eine Bescherung der unangenehmen Sorte geben. "Die nächsten sieben Tage bringen vor allem eins: wieder viel Wind und jede Menge Regen", meint der Wetterexperte. "Neun Tage vor Heiligabend droht eher Hochwasser als weiße Weihnachten."

Diese Gefahr sieht Björn Goldhausen von wetteronline.de noch nicht: "Es hat zwar viel geregnet, aber für Hochwasser müsste noch einiges vom Himmel kommen." Wer an diesem Adventswochenende noch Weihnachtseinkäufe oder einen Bummel über den Weihnachtsmarkt plant, sollte aber auf jeden Fall einen Regenschirm mitnehmen. "Am Samstag und Sonntag wird es recht verbreitet Schauerwetter geben", kündigt Meteorologe Goldhausen an. Die "Achterbahnfahrt der Temperaturen" gehe weiter. Nachdem der Wetterexperte in der zweiten Wochenhälfte Werte von über 10 Grad erwartet, soll es dann am Wochenende wieder deutlich kühler werden.

Für Anhänger von weißen Weihnachten hat der Experte von wetteronline.de ebenfalls keine guten Nachrichten. "Nach derzeitigem Stand wird es an Heiligabend in den tieferen Lagen grün bleiben. Selbst die mittleren und höheren Lagen werden Probleme haben, die Schneereste bis Weihnachten halten zu können", meint Goldhausen. "Aber ganz sollten wir die Hoffnung noch nicht aufgeben. Vielleicht gibt es, wenn nicht an Heiligabend, dann wenigstens an den Feiertagen hier und da eine weiße Überraschung."

Sonntag, 14.12. +++ Wo liegt Schnee in Deutschland? +++

Auch der Deutsche Wetterdienst (DWD) vermisst den winterlichen Schneefall und hat sich auf die Suche gemacht. In den nördlichen Mittelgebirgen von der Eifel bis zum Thüringer Wald sank die Schneefallgrenze gestern tatsächlich bis auf 300 Meter ab. Von dem weißen Glück ist allerdings in den meisten Fällen nicht viel übrig geblieben, in der Mitte Deutschlands liegt nur auf den höchsten Gipfeln noch Schnee. Den Rekord schafft hier der Brocken mit zwischenzeitlich 22 Zentimetern.

Aber auch andere Berge in der Republik haben etwas Schnee abbekommen. Deutschlandweit befindet sich die größte Masse auf der Zugspitze.

Der DWD stellt außerdem schon für morgen Neuschnee in Aussicht: "Davon betroffen sind jedoch überwiegend die höheren Lagen der Nordhälfte Deutschlands, wobei die prognostizierten Mengen relativ gering sind."

Samstag, 13.12. +++ Schnee an Weihnachten nur in höheren Lagen +++

Am Wochenende treffen sich zwei Luftmassen genau über Deutschland. Sturmtief "Billie" zieht weiter Richtung Nordosten, während Tief "Charlotte" von Spanien aus ein mildes Klima verbreitet. In der Mitte Deutschlands verursachen die beiden Tiefs ein Wolkenband. Oberhalb von 500 bis 700 Metern fällt hier auch Schnee, unterhalb dieser Grenze kommt es in Nord- und Mitteldeutschland zu Schauern oder Graupelgewittern. Der Süden bleibt trocken.

Der Trend für die letzte Adventswoche sieht ähnlich aus: "Ein wenig winterlich mit etwas Schnee in den höheren Lagen geht es ins vierte Adventwochenende. In den tieferen Lagen bleibt es trocken und stellenweise scheint die Sonne", lautet die Vorhersage von wetter.net.

Freitag, 12.12. +++ Orkantief "Billie" beschert Deutschland extreme Orkanböen +++

Sturmtief "Billie" trifft Deutschland auf seinem Weg zur Ostsee mit teilweise extremen Orkanböen. Betroffen sind vor allem die Mittelgebirge. Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach rief am Freitag für den Harz seine höchste Warnstufe aus. Bereits am Morgen wurden nach DWD-Angaben dort auf dem 1141 Meter hohen Brocken Windgeschwindigkeiten von 138 Stundenkilometern gemessen. In Nordrhein-Westfalen fiel zudem starker Regen. Lediglich der Südosten Deutschlands blieb von dem Unwetter zunächst verschont.

Zwar zieht "Billie" von der Nordsee über Dänemark auf die Ostsee hinaus, es bleibt aber auch in den kommenden Tagen weiterhin stürmisch und nass. In Westdeutschland fallen dabei innerhalb von 24 Stunden bis zu 40 Liter Regen. Mit Schnee rechnen die Meteorologen nur in Höhenlagen oberhalb von 700 Metern - im restlichen Land bleibt es mit Temperaturen um 10 Grad dazu zu warm.

Donnerstag, 11.12. +++ Vorsichtige Hoffnung auf weiße Weihnachten +++

Mittlerweile reichen die Prognosen der weltweiten Wettermodelle schon bis zum 27. Dezember. Für die kommenden drei bis fünf Tage sind diese Vorhersagen zwar sehr sicher, mit zunehmender Dauer nimmt die Prognosewahrscheinlichkeit aber deutlich ab. Das aktuelle Orkantief "Alexandra" beeinflusst die derzeitige Wetterlage außerdem stark.

Aus heutiger Sicht bleibt es auch am Heiligen Abend nass-kalt - aber ohne Schnee. Die Temperaturen reichen von 0 bis 4 Grad. Im Süden könnte tagsüber leichter Frost herrschen. Für den 1. Weihnachtsfeiertag hingegen berechnen zumindest die aktuellsten Modelle teilweise kräftigen Schneefall bis in tiefe Lagen. "Es sieht für Schnee zum Fest also gar nicht übel aus", sagt Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Portal wetter.net. Gleichzeitig warnt der Experte aber vor voreiligen Schlüssen. Die Vorhersagen für die Weihnachtstage würden sich beinahe stündlich ändern.

In diesem Jahr ist die Großwetterlage zu den Festtagen sehr unsicher. Bislang wurden von Schneefall über Regen bis hin zu Stürmen schon die unterschiedlichsten Szenarien berechnet. Im vergangenen Jahr war die Lage zu Weihnachten deutlich klarer. Damals änderten sich die Prognosen 14 Tage vor dem Fest bis zum Heiligen Abend kaum noch.

Viel häufiger als weiße Weihnachten ist laut Diplom-Meteorologe Andreas Friedrich vom Deutschen Wetterdienst (DWD) ohnehin das sogenannte Weihnachtstauwetter. Der Grund: Um die Feiertage liegt häufig ein Tiefdruckgebiet zwischen Island und Skandinavien, das milde Luft Richtung Deutschland schiebt. Das könnte den Experten des Portals wetteronline.de zufolge auch diesmal der Fall sein.

Die Chancen für Schnee am 24. Dezember und damit eine weiße Weihnacht im Flachland sehen sie derzeit bei maximal zehn Prozent. Von den deutschen Großstädten hat München demnach noch die besten Chancen auf eine "Zuckerdecke" zum Fest. (smo/com/far/ mit Agenturmaterial von dpa)