Temperaturrekord von bis zu 19 Grad im Januar: Wo ist der Winter plötzlich hin? Nach den Orkantiefs Elon und Felix bleibt es in Deutschland weiterhin mild. Der Januar ist bislang rund 4 Grad zu warm. Doch wie stehen die Chancen, dass es im Januar noch einmal schneit?

Am Wochenende stürmte es in weiten Teilen Deutschlands. Zum Wochenanfang aber hat der Wind soweit nachgelassen, dass nur in tiefen Lagen, sowie im norddeutschen Flachland mit Böen gerechnet werden muss.

Frühlingshafte Temperaturen halten an

Vergangenes Wochenende war es im Süden teilweise sogar wärmer als auf Mallorca. Dort wurde als Höchstwert 17 Grad gemessen, in Garmisch-Partenkirchen war es am Samstag hingegen 19 Grad warm. Laut Wetter-Experte Dominik Jung vom Onlineportal "wetter.net" ist es unwahrscheinlich, dass es im Januar noch einen "weißen und frostigen Flachlandwinter" geben könnte. Mit Schneefall könne nur zum Wochenende hin in den Regionen über 500 Meter im Süden gerechnet werden.

Das milde Wetter bleibt uns also noch erhalten. Laut dem Deutschem Wetterdienst (DWD) sollen die Höchstwerte am Dienstag bei 14 Grad in Stuttgart liegen, am Mittwoch bei 8 Grad im Süden und Osten bei leichtem bis kräftigem Regen. Auch zum Ende der Woche soll es regnerisch und mild bei Temperaturen zwischen 8 und 10 Grad bleiben.

Wohin ist der Winter verschwunden?

Auch in weiten Teilen Europas ist es wenig winterlich. Laut dem DWD ist es selbst in eher kälteren Gebieten wie Polen, Weißrussland und der Ukraine flächendeckend frostfrei. In Mitteleuropa sorgt die milde Atlantikluft sogar für die ersten Frühlingsgefühle. Wer Schnee will, muss in die Alpen oder ins Mittelgebirge - oder sogar noch weiter: nach Norwegen oder Russland.