Mit dem Frost ist es erst einmal vorbei. Die Temperaturen steigen wieder. Doch nach der Kälte kommt gefährlicher Eisregen. Das Wetter sorgt für Glatteis auf Deutschlands Straßen.

Das Atlantiktief "Iris" wird am Freitag von Westen her zwar "blitzartig" die Frostperiode in Deutschland beenden, dennoch wird es spiegelglatt.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) in Offenbach warnte vor gefährlichem Eisregen, der in der Nacht zum Samstag vor allem die Mitte Deutschlands treffen könnte.

"In Hessen ist das Risiko besonders hoch", sagte DWD-Meteorologin Magdalena Bertelmann am Donnerstag. Auch in anderen Regionen sei die Gefahr von Blitzeis gegeben, etwa in Niedersachsen oder Hamburg.

Auch Diplom-Meteorologe Dominik Jung vom Wetterportal wetter.net warnte, "denn aus Westen ziehen Wolken mit Schnee, aber auch Regen auf. Und der Regen gefriert auf dem gefrorenem Boden blitzartig zu Eis. Wir rutschen also ins Wochenende. Lokal kann es sogar unwetterartigen Eisregen geben. Straßen-, Zug- und Bahnverkehr können beeinträchtigt werden."

Spektakuläre Aufnahmen gehen um die Welt - dabei ist's nur ein Fake.

Am Freitag ist es vor allem im weiterhin frostigen Osten sonnig. Von der Nordsee bis zum Oberrhein werden leichte Plusgrade bis 4 Grad erreicht. Im Tagesverlauf verdichten sich die Wolken von Westen her.

Entspannung ab Samstag

Die "Iris"-Front transportiert nicht nur milde Luft, sondern bringt auch Niederschlag, der sich in der Nacht zum Samstag fast auf das gesamte Land ausbreitet.

Nach Osten hin fällt nach Angaben des DWD meist Schnee. Aber auch dort sei größte Vorsicht auf den Straßen geboten.

Die Glatteiswetterlage entspannt sich dann aber ab Samstagabend wieder überall im Land und am Sonntag ist Deutschland dann in den tiefen und mittelern Lagen mächtig am Tauen.

Am Sonntag wird es überall milder, Tauwetter setzt ein. Das Gastspiel des Winters ist dann endgültig zu Ende.

In der neuen Woche klettern die Temperaturen lokal sogar wieder auf zweistellige Pluswerte. Besonders im Westen und Südwesten können dann wieder 11 oder 12 Grad erreicht werden. Bis in die höheren Lage setzt dann Tauwetter ein.

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So wird das Wetter in den kommenden Tagen:

Freitag: Minus 8 bis plus 3 Grad; erst bleibt es trocken, gegen Abend ziehen aus dem Westen Wolken auf, die Schneefall und Regen bringen; nachts ziehen die Wolken weiter nach Osten und die Glättezone verlagert sich ostwärts, dahinter wird es milder und es setzt Tauwetter ein

Samstag: 1 bis 6 Grad; auch im Osten wird es immer milder; dort noch etwas Schnee oder Regen; sonst trocken

Sonntag: 3 bis 8 Grad; bis in die mittleren Lagen setzt Tauwetter ein, es gibt viele Wolken und besonders im Norden Regen

Montag: 4 bis 12 Grad; im Nordosten Regen, sonst weitgehend trocken und freundlich

Dienstag: 4 bis 11 Grad; Im Norden und der Mitte etwas Regen, sonst Wolken, aber trocken

Mittwoch: 4 bis 11 Grad; Sonne und Wolken im Wechsel, meist trocken

Donnerstag: 5 bis 12 Grad; wolkig bis stark bewölkt und weitgehend trocken

Freitag: 5 bis 12 Grad; aus Nordwesten neue Regenwolken.

Die nachfolgende Grafik zeigt die Lage der Glättefront am Samstagmorgen um 01:00 Uhr:

Die roten Schlangen stehen für gefrierenden Regen. Im äußersten Westen ist es dann schon nur noch Regen und über 0 Grad warm. Am Samstag klettern die Temperaturen dann in fast ganz Deutschland wieder über die Null-Grad-Marke. (far/dpa)