Bisher ließ der Winter in Deutschland lange auf sich warten. Doch jetzt wird das Wetter kühler: Der Winter gibt sich im Verlauf der kommenden Woche ein nächstes Stelldichein - zumindest in Teilen von Deutschland.

Dezember und der bisherige Januar waren deutlich zu warm. Auch wenn es im Nordosten bereits seit einigen Tagen konstant kalt ist, konnte dieser Trend nicht gestoppt werden. Bei Höchstwerten bis zu 11 Grad am Wochenende sah es wieder nicht nach einem dauerhaften Wintereinbruch aus.

Wetterexperte Dominik Jung von wetter.net prognostiziert jedoch nun einen längeren winterlichen Abschnitt für ganz Deutschland: "Pünktlich zur Winter-Halbzeit scheint sich nun tatsächlich etwas in Sachen 'Winterwetter für Alle' zu tun." Die Chancen stünden 70 zu 30, dass sich das winterliche Wetter längerfristig festsetzen könnte.

Am Montag sei es zunächst nördlich einer Linie vom Emsland bis zur Lausitz noch meist trocken, während es im Süden nass und gewittrig werde, teilte der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Sonntag in Offenbach mit. In Mittelgebirgen könne es schon dann oberhalb von 600 Metern schneien.

Am Dienstag ziehen die Niederschläge in den kühleren Norden und Osten; dort können bis in tiefe Lagen Flocken fallen.

Kräftiger Wind im Mittelgebirge

Wer Spaziergänge in verschneiten Mittelgebirgen plant, sollte sich allerdings auf kräftigen Wind einstellen. Mancherorts kann es nach Angaben des DWD sogar zu Schneeverwehungen kommen.

Die Höchstwerte liegen zur Wochenmitte voraussichtlich nur noch bei null Grad im Nordosten, im Südwesten noch bei sieben Grad.

Heiß, chaotisch, unberechenbar: Experten ziehen Bilanz zum Wetter.

In den darauffolgenden Tagen kühlt es weiter ab mit Dauerfrost im Nordosten. "Wie lange sich die kalte Winterluft hält und ob sich Väterchen Frosts weißer Mantel auch verbreitet über tiefe Lagen legt, bleibt aber noch abzuwarten", teilte DWD-Meteorologin Magdalena Bertelmann mit.

Die Woche im Überblick:

Montag: 2 bis 8 Grad, im Südwesten Wolken und Regen, dabei sinkt die Schneefallgrenze allmählich bis in mittlere Lagen, sonst weitgehend trocken, frischer bis starker Wind, in den höheren Lagen schwere Sturmböen, vielleicht sogar orkanartige Böen möglich.

Dienstag: 1 bis 8 Grad, weiter sehr windig und nass, immer wieder Schauer, im Süden bis auf 500 Meter herab als Schnee.

Mittwoch: minus 1 bis plus 7 Grad, am Alpenrand und in den Mittelgebirgen teils kräftiger Schneefall, die Wintersportgebiete wird es freuen, weiter unten meist noch Regen.

Donnerstag: minus 2 bis plus 5 Grad, neue Niederschläge und weitere Abkühlung, die Flocken fallen bis in tiefere Lagen.

Freitag: minus 5 bis plus 3 Grad, besonders im Süden und der Mitte immer wieder Schneeschauer oder Schneefall, sonst auch mal Sonnenschein.

Samstag: minus 5 bis plus 3 Grad, Mix aus Sonne und Wolken, örtlich etwas Schnee.

Sonntag: minus 6 bis plus 2 Grad, südlich des Mains weitere leichte Schneefälle, sonst freundlich und trocken.

Montag: minus 7 bis minus 1 Grad, trocken und winterlich kalt.© dpa