Ausläufer eines Orkantiefs ziehen über Deutschland hinweg und lösen in Teilen Deutschlands Hochwassergefahr aus. Das Tauwetter sorgt neben heftigen Regefällen zudem für steigende Wasserpegel.

Der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt vor Unwettern mit heftigen Regenfällen, Sturm und sogar Hochwasser. Vor allem der Südwesten sei von dem Sturmtief betroffen.

Sogar Orkanböen seien in den nächsten Tagen möglich, wie der Nachrichtensender "N24" unter Berufung auf den Deutschen Wetterdienst (DWD) in Karlsruhe berichtete.

Ausläufer eines Orkantiefs, das vom Atlantik über Deutschland zieht, wird für unwetterartige Niederschläge sorgen. Besonders an der Rheinschiene, im Schwarzwald und im Allgäu regnet es demnach teilweise heftig. Es werden auch Sturm- und Orkanböen mit bis zu 100 Stundenkilometern erwartet.

Besonders besorgniserregend sei zudem der Wasserpegel einiger Seen und Flüsse: Vor allem der Rhein führt bereits zu viel Wasser: Demnach ist der Wasserspiegel von fünf auf fast sieben Meter gestiegen. Auch Donau, Neckar und ihre Nebenflüsse seien gefährdet.

An dem milden Tauwetter wird sich laut DWD auch die nächsten Tage nichts ändern.

So unterscheiden Meteorologen zwischen Sturm und Orkan:

WIND: Windstärken werden nach der 1806 von dem englischen Admiral Francis Beaufort entwickelten Skala berechnet. Sie reicht von 0 Beaufort (Windstille) bis zur Stärke 12 (Orkan). Böen sind kräftige Windstöße, die für bis zu 20 Sekunden den Zehn-Minuten-Mittelwert der gemessenen Windgeschwindigkeit übersteigen.

STURM: Bei diesem besonders heftigen Wind wird eine mittlere Geschwindigkeit in zehn Metern Höhe über freiem Gelände von 75 bis 88 Kilometern pro Stunde gemessen (Stärke 9). Er kann kleinere Schäden an Häusern verursachen, etwa herabfallende Dachziegel. Äste brechen von Bäumen.

SCHWERER STURM: Bei 89 bis 102 Stundenkilometern (Stärke 10) entstehen größere Gebäudeschäden, Bäume können brechen. Bei Tempo 103 bis 117 (Stärke 11) spricht man von einem ORKANARTIGEN STURM, der verbreitet Schäden anrichtet und ganze Bäume entwurzeln kann.

ORKAN: Er tobt mindestens zehn Minuten lang mit 118 Kilometern pro Stunde (Stärke 12) oder mehr und richtet oft schwere Verwüstungen an. Orkane bilden sich über dem Nordatlantik, wo polare Kaltluft auf milde Meeresluft trifft. Durch den Temperaturgegensatz entstehen in oberen Luftschichten extrem starke Winde.

(she/dpa)