(com/jfi) Die US-Amerikaner haben im Dezember offenbar deutlich mehr Schusswaffen gekauft als in den Monaten zuvor, wie aus Daten des FBI hervorgeht. Am 14. Dezember ereignete sich der Amoklauf mit 26 Toten an einer Grundschule in Newtown. Die National Rifle Association (NRA) hatte nach dem Massaker für Aufregung gesorgt, als sie den Bürgern weitere Aufrüstung empfahl.

Im vergangenen Monat wurden rund 2,8 Millionen "background checks" vom FBI durchgeführt - 49 Prozent mehr als im Dezember 2011. Diese Überprüfungen sind bei Waffenverkäufen in den USA vorgeschrieben. Damit soll verhindert werden, dass Flüchtige oder psychisch Kranke an Waffen gelangen. Die FBI-Daten geben aber nicht die genaue Zahl von Waffenverkäufen wieder, sondern dienen lediglich als Hinweis darauf.

Der Amoklauf an der "Sandy Hook Elementary School" in Newtown, bei dem 20 Kinder und sechs Erwachsene erschossen worden waren, hatte erneut eine Debatte um schärfere Waffengesetze angeheizt. Präsident Barack Obama setzt sich für eine strengere Regulierung ein. Ähnliche Debatten lösten schon in den vergangenen Jahren einen Anstieg bei den Waffenverkäufen aus.

2012 war für die amerikanische Rüstungsindustrie ein Rekordjahr. Insgesamt wurden 19,6 Millionen Prüfungen durchgeführt. Das bedeutet einen Anstieg von 19 Prozent gegenüber dem Vorjahr.