Bei Bad Aibling in Oberbayern hat sich am Dienstagmorgen ein schweres Zugunglück ereignet. Zwei Personenzüge prallten frontal ineinander. Es gibt mindestens acht Todesopfer. Rund 150 Personen sollen verletzt sein.

  • Mindestens acht Tote bei Zugunglück in Oberbayern
  • Rund 150 Verletzte, davon 15 schwerst- und 40 schwerverletzt
  • Kontakt zur Polizei: 08031-2003180 - Notfallnummer für Angehörige: 0395-43084390 - Informationen für Fahrgäste: 08024-997171

Bei einem Zugunglück in der Nähe von Bad Aibling (Kreis Rosenheim) in Bayern sind am Dienstagmorgen mehrere Menschen gestorben. Die Zahl der Todesopfer hat sich nach Angaben der Bundespolizei auf acht erhöht.

Bei Bad Aibling hat sich ein schweres Zugunglück ereignet.

Rund 150 Personen verletzt

Rund 150 Fahrgäste wurden bei dem Zusammenstoß zweier Nahverkehrszüge verletzt. Das sagte ein Polizeisprecher vor Ort. Unter den Verwundeten sind nach Polizeiangaben 15 Schwerstverletzte und 40 Schwerverletzte. Der Sprecher schloss nicht aus, dass sich weitere Tote in den Trümmern befinden.

Der Unfall hatte sich gegen 6:40 Uhr ereignet. Die Rettungskräfte hatten auch drei Stunden nach dem Unglück an einer schwer zugänglichen Stelle keinen kompletten Überblick.

Die beiden Züge, bei denen es sich nach Angaben der Deutschen Bahn um Meridian-Züge des Betreibers Transdev handeln soll, waren auf der Strecke zwischen Holzkirchen und Rosenheim unterwegs. Zu Transdev gehört die bayerische Oberlandbahn (BOB), die die Züge auf der Unfallstrecke betreibt.

Die betroffene Strecke ist aktuell komplett gesperrt. Stattdessen sollten zunächst Busse den Schienenersatzverkehr zwischen Rosenheim und Holzkirchen übernehmen, teilte die BOB mit.

Zugbetreiber BOB zeigt sich schockiert

Der Geschäftsführer der BOB, Bernd Rosenbusch, sagte in einer Mitteilung: "Der Unfall ist ein Riesenschock für uns. Wir tun alles, um den Reisenden, Angehörigen und Mitarbeitern zu helfen."

Deutsche-Bahn-Chef Rüdiger Grube sagte: "Wir sind tief bestürzt über den Unfall. Den Verletzten und den Angehörigen der Unfallopfer gehört unser tiefes Mitgefühl. Ich habe bereits der Bayerischen Oberlandbahn meine Betroffenheit zum Ausdruck gebracht."

Weiter sagte er: "Selbstverständlich unterstützen wir die ermittelnden Behörden bei der Aufklärung der Unfallursache. Ich möchte den Rettungskräften und allen Helfern vor Ort für ihren schweren Einsatz ausdrücklich danken."

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Bad Aibling: Tote und Verletzte bei Zugunglück in Bayern

Bei Bad Aibling (Oberbayern) ereignete sich am Dienstagmorgen ein schwereres Zugunglück. Zwei Personenzüge prallten frontal aufeinander. Bei dem Unfall kamen mehrere Menschen ums Leben, rund 150 Personen sind verletzt.

Ein Zug ist offenbar in der Nähe des Klärwerks entgleist, mehrere Waggons umgestürzt, sagte ein Polizeisprecher. Die Züge seien zudem ineinander verkeilt und teils entgleist, heißt es in einer Mitteilung der BOB. Über den Gesundheitszustand der Lokführer könne bislang noch keine Aussage gemacht werden.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass die eingleisige Strecke technisch über die sogenannte Punktförmige Zugbeeinflussung (PZB 90) gesichert ist. Sie ist grundsätzlich für Geschwindigkeiten bis 120 km/h zugelassen.

Eine Pressekonferenz zum Unglück ist um 12:00 Uhr angesetzt. Im Rathaus Bad Aibling wird die Polizei zum Unglück informieren. (dpa/ska/tfr/cai)