Eine Flugpassagierin hat in Wien bei ihrem Sitznachbarn eine Nähe zur Terrormiliz Islamischer Staat (IS) vermutet und so den Start der Maschine um Stunden verschoben.

Der Flieger von Easyjet hätte am Samstagmittag von Wien nach London starten sollen, wurde nach einem Hinweis der Frau aber erst einmal geräumt.

Sie glaubte nach Angaben des Innenministeriums, dass der irakische Mann neben ihr Botschaften mit Bezug zum IS auf dem Handy hatte.

Der Verdacht ließ sich bislang nicht erhärten, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Gesamte Maschine evakuiert

Das verständigte Sicherheitspersonal holte zunächst den Iraker aus dem Flieger. Danach wurde die gesamte Maschine evakuiert und routinemäßig durchsucht.

Auch das Gepäck wurde nochmals durchleuchtet. Die Behörden konnten aber nichts Verdächtiges finden. Schließlich hob der Flieger mit drei Stunden Verspätung ab - ohne die Frau und ihren Sitznachbarn.

Beide wurden von den Ermittlern befragt, auch das Mobiltelefon des Mannes wurde überprüft.

Ein Nähe zur IS-Miliz konnte bei dem Passagier, der nach eigenen Aussagen in London studiert, bisher nicht festgestellt werden.© dpa