Aufgrund des Syrien-Konfliktes konnte die Terrormiliz "Islamischer Staat" mittlerweile beachtliche Gebiete in dem Bürgerkriegsland gewinnen. In Genf nun soll über den Situation in Syrien verhandelt werden. Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Ischinger, will dazu auch mit dem IS sprechen.

Der Vorsitzende der Münchner Sicherheitskonferenz, Wolfgang Ischinger, hat Gespräche auch mit der Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) angeregt. "Natürlich muss man mit allen Bösen reden", sagte er im Vorfeld des Genfer Syrientreffens am Freitag im Deutschlandfunk.

Mit dem damaligen serbischen Machthaber Slobodan Milosevic habe man während des Balkan-Kriegs auch unendlich lange Gespräche geführt. Wer da den moralischen Zeigefinger hebe, habe von der Realität machtpolitischer Auseinandersetzungen nichts verstanden.

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Am Freitag sollen in Genf neue Verhandlungen über ein Ende des bald fünfjährigen Bürgerkriegs in Syrien beginnen. Terroristen wie der IS werden an den Unterredungen nicht beteiligt.

In dem Konflikt sind bisher mehr als 250.000 Menschen ums Leben gekommen. Mehr als elf Millionen Menschen wurden vertrieben.

Ischinger erwartet bei den Genfer Verhandlungen keinen raschen Durchbruch, auch weil die syrische Opposition vorerst nicht dabei ist. Es führten erst dann alle Parteien zielgerichtet Verhandlungen, wenn sie zu dem Schluss gekommen seien, dass sie ihre politischen Ziele nicht mehr militärisch erreichen können. "Wir sind natürlich überhaupt nicht an diesem Punkt."© dpa