Die islamistische Terrororganisation Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI) hat sich in einer Videobotschaft zu der Entführung einer Schweizerin in Mali bekannt.

Für ihre Freilassung fordern die sunnitischen Extremisten die Freilassung von inhaftierten Terroristen, wie die auf die Beobachtung von Terror-Propaganda spezialisierte Site Intelligence Group mitteilte. Die Echtheit des Videos konnte zunächst nicht unabhängig bestätigt werden.

In der Videobotschaft wurde die vor knapp drei Wochen in der nordmalischen Stadt Timbuktu entführte Missionarin mit einem schwarzen Schleier verhüllt gezeigt. Im Eidgenössischen Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) hieß es am Mittwoch lediglich, das Video sei bekannt.

Entführung einer Entwicklungshelferin in Afghanistan nimmt glückliches Ende.

Missionarin schon einmal in Mali entführt

Die aus Basel stammende Missionarin war 2012 schon einmal in Mali entführt worden, kehrte aber nach ihrer Freilassung nach Timbuktu zurück.

Damals war sie dank Vermittlung durch die Regierung des benachbarten Burkina Faso nach neun Tagen freigekommen.

Das Sahara-Gebiet im Norden Malis gilt als Rückzugsgebiet von Gruppen, die der Al-Kaida im Islamischen Maghreb die Treue geschworen haben.

Eine UN-Friedensmission, an der sich bald auch die Bundeswehr mit bis zu 650 Soldaten beteiligen will, versucht der Region wieder zu Frieden und Stabilität zu verhelfen.© dpa