Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat Russland und das syrische Regime für die Luftangriffe auf Aleppo scharf kritisiert.

"Wir sind entsetzt über das menschliche Leid durch die Bombenangriffe - auch von russischer Seite", sagte Merkel am Montag nach einem Treffen mit dem türkischen Ministerpräsidenten Ahmet Davutoglu in Ankara.

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Bürgerkrieg in Syrien: Das Leiden von Aleppo

In der einstigen syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo herrscht seit fünf Jahren Bürgerkrieg, die Stadt wurde in Schutt und Asche gebombt. Allein in der vergangenen Woche flog Russland etwa 900 Luftangriffe gegen Rebellenstellungen. Die Einwohner wollen in die nahegelegene Türkei flüchten. Doch die Grenzen zum Nachbarland bleiben vorerst geschlossen.

Merkel machte deutlich, dass Russland damit auch gegen eine entsprechende UN-Resolution verstoße, die sich gegen Angriffe auf die Zivilbevölkerung richte.

Deutschland und die Türkei forderten von Russland die Einhaltung dieser Resolution, sagte Merkel. "Das, was sich an der türkisch-syrischen Grenze zeigt, ist das große Leid", sagte sie zur Flucht Zehntausender Syrer nach den Angriffen auf Aleppo.

Trotz Winterkälte verwehrt die Türkei ihnen aber den Einlass.© dpa

Tausende Menschen schlafen bei Temperaturen unter Null auf dem kalten, feuchten Erdboden. Die syrischen Flüchtlinge harren an der Grenze zur Türkei aus. Bringt ein Treffen von Angela Merkel mit Staatschef Erdogan eine Lösung?