Kurz vor den Landtagswahlen hat Kanzlerin Angela Merkel die rechtspopulistische Partei AfD scharf attackiert. Sie schüre Vorurteile und spalte die Gesellschaft.

Eine Woche vor drei wichtigen Landtagswahlen hat Bundeskanzlerin Angela Merkel die Alternative für Deutschland (AfD) scharf attackiert.

"Die AfD ist eine Partei, die die Gesellschaft nicht zusammenführt und keine geeigneten Lösungen für die Probleme anbietet, sondern Vorurteile schürt und spaltet", sagte die CDU-Vorsitzende der "Bild am Sonntag".

Die AfD kann bei den Wahlen am kommenden Sonntag in Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Sachsen-Anhalt mit zweistelligen Ergebnissen rechnen.

Zugleich erklärte Merkel es für notwendig, sich mit Vertretern der AfD öffentlich auseinanderzusetzen - "und zwar mit einer argumentativ klaren Abgrenzung der Positionen und mit einer Politik, die die Probleme tatsächlich nachhaltig löst", wie sie sagte.

Dass die CDU eine Woche vor der Landtagswahl in Baden-Württemberg in Umfragen hinter den Grünen liegt, erklärte Merkel mit dem guten Ruf des amtierenden Regierungschefs Winfried Kretschmann.

"Natürlich ist der Ministerpräsident von Baden-Württemberg ein angesehener Politiker", sagte die Kanzlerin, "aber für eine gute Zukunft des Landes hat die CDU ein deutlich besseres Konzept als die Grünen".

Die Türkei ist nach Informationen der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" grundsätzlich zur schnellen Rücknahme von Wirtschaftsflüchtlingen aus Griechenland bereit.

Merkel: Zustimmung zur AfD sinkt bei EU-Erfolg in Flüchtlingskrise

Zuvor sagte Merkel im Gespräch mit der "Allgemeinen Zeitung" und der "Rhein-Zeitung" vom Freitag, dass sie denkt, dass die Zustimmung zur AfD bei einem europäischen Erfolg bei der Senkung der Flüchtlingszahl wieder zurückgehen wird.

"Ich verstehe, dass Menschen Sorgen haben", sagte Merkel - und weiter: "Die AfD aber hat keine Lösungen anzubieten, die gut für Deutschlands Zukunft wären."

Die Bundesregierung setze sich dafür ein, die Flüchtlingssituation national besser zu steuern und die Zahl durch einen europäischen Ansatz zu reduzieren. "Gelingt uns das, wird die Zustimmung für die AfD wieder abnehmen." (far/dpa)

Bundeskanzlerin Angela Merkel teilt die Position der CDU in Schleswig-Holstein, dass in öffentlichen Kantinen auch Schweinefleisch angeboten werden sollte.