Klaus Wowereits Nachfolger steht fest: Der neue Bürgermeister von Berlin heißt Michael Müller. Vor dem Bausenator liegen viele nun viele Herkulesaufgaben. Denn nicht nur der Flughafen BER bereitet dem Rathaus Berlin Probleme.

Ende August hatte Wowereit seinen Rücktritt angekündigt, rund 17.200 SPD-Mitglieder hatten daraufhin in den vergangenen Wochen per Basisentscheid seinen Nachfolger gewählt.

Berlins Regierender Bürgermeister erklärt Rücktritt zum Jahresende.

Nun steht das Ergebnis fest: Bausenator Michael Müller konnte sich bereits im ersten Wahlgang gegen seine Herausforderer Jan Stöß und Raed Saleh durchsetzen.

Am 11. Dezember wird der Sieger im Berliner Abgeordnetenhaus zum neuen regierenden Bürgermeister gewählt. Dann wird Wowereit endgültig abtreten.

Auf den Nachfolger vor Klaus Wowereit warten viel Arbeit. Hier sind die Top 5 der Großbaustellen, an denen sich einer Michael Müller künftig beweisen muss:

  • Top 1: BERDrei Buchstaben, die inzwischen wohl jedem Deutschen ein Begriff sind und zur undankbarsten Aufgabe für den neuen Bürgermeister werden dürften. Wenn Meldungen zum Pannenflughafen in der Vergangenheit die Runde machten, so waren es nicht etwa solche über das langersehnte Eröffnungsdatum, sondern vor allem zu den immensen Kosten, die praktisch täglich in die Höhe schnellen.
  • Top 2: Schulden, Schulden, SchuldenBerlins persönliches Unwort bleibt auch in der Zukunft ein Thema. Zwar konnte die Regierung unter Wowereit zuletzt dank unter anderem niedriger Zinsen sogar einen Überschuss verzeichnen, doch gilt auch für den neuen Bürgermeister eisernes Haushalten als oberste Priorität.
  • Top 3: Wucher-Mieten und WohnungsknappheitWomit wir beim Thema bleiben: "Sparen, bis es quietscht" lautete jahrelang das Motto von Klaus Wowereit. Doch Berlin hat sich inzwischen zum Anziehungspunkt für Millionen Menschen gemausert. Wohnungsknappheit und steigende Mieten sind die Folge. Auch Schul- und Kita-Plätze werden dringend benötigt. Nun gilt es, strategisch klug zu investieren.
  • TOP 4: Die Personalnot im Öffentlichen DienstDie Geldnot macht sich auch im Öffentlichen Dienst bemerkbar. Ein hohe Anzahl an Renteneintritten wird zu einem akuten Personalnotstand führen. Das ist bereits absehbar. Bereits heute müssen Ämter teilweise geschlossen bleiben.
  • Top 5: Bildung als Investition in die ZukunftBerlins Schere zwischen Arm und Reich driftet immer weiter auseinander. Nun gilt es für den neuen Bürgermeister, Qualifizierungsprogramme für Langzeitarbeitslose zu schaffen und in die Bildung zu investieren, damit neue Jobs auch besetzt werden können.