Die Verhandlungen über EU-Reformen für Großbritannien werden zur Hängepartie. Beim Gipfel in Brüssel ringen die EU-Chefs um Details. Nun zeigt Griechenland die gelbe Karte: Athen macht die Zustimmung zu einem "Brexit"-Kompromiss von Zusicherungen in der Flüchtlingskrise abhängig.

In Brüssel kracht es gewaltig: Wegen des Streits über Reformangebote an Großbritannien ging das Spitzentreffen der EU- Staats- und Regierungschefs in Brüssel zunächst in die Verlängerung.

Deutschland will helfen, grausame Bürgerkriege wie den in Syrien einzudämmen.

Die Suche nach Kompromissen gestaltete sich schwierig. Nun kündigt die Regierung in Athen an, die Zustimmung zu einem "Brexit"-Kompromiss von Zusicherungen in der Flüchtlingskrise abhängig zu machen.

Das berichtet der Nachrichtensender N-TV. Man fordere die "einstimmige Entscheidung", dass bis zum Sondergipfel im März kein Staat seine Grenzen einseitig schließe.

Dies allerdings fordert die Visegrad-Gruppe. In der Flüchtlingsfrage vertreten Tschechien, Polen, Ungarn und die Slowakei eine harte Gangart. Sie wollen die Balkanroute abriegeln, um so Flüchtlingsbewegungen einzuschränken.

Zuletzt sagte die Vierergruppe Mazedonien sowie dem EU-Land Bulgarien Hilfe beim Grenzschutz zu. Dabei fordert sie auch von der EU Unterstützung.

Serbien macht Grenze dicht

Zwischenergebnis des EU-Gipfels: Hat Merkel bekommen, was sie wollte?

Inzwischen soll Serbien seine Grenze zu Mazedonien geschlossen haben. Das berichtet die Regierungszeitung "Novosti". Eine Bestätigung der Regierung war am Freitag zunächst nicht zu bekommen.

Der nördliche Nachbar Kroatien habe den bisher üblichen Weitertransport von Flüchtlingen und Migranten vom nordserbischen Sid in Richtung Slowenien eingestellt, wurde die Grenzschließung begründet.

In der Stadt Sid an der Grenze zu Kroatien stauten sich die Menschen, hieß es weiter. (far/dpa)