Brüssel (dpa) - Die EU-Staaten und die Türkei wollen sich beim Gipfeltreffen heute in Brüssel auf eine gemeinsame Erklärung zur Flüchtlingskrise einigen. Damit will Europa den Flüchtlingsandrang aus der Türkei stark reduzieren.

Für den türkischen Regierungschef Ahmet Davutoglu beginnt der Tag in Brüssel früh. Schon am Morgen (8.30 Uhr) trifft er sich mit EU-Gipfelchef Donald Tusk, EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und dem niederländischen Ministerpräsidenten Mark Rutte, dessen Land gerade den Vorsitz der EU-Staaten innehat. Die EU-Spitzenvertreter sollen dabei mit Davutoglu eine Einigung über die in der Nacht zuvor abgestimmte EU-Position erzielen.

Anschließend sollen die 28 EU-Chefs ohne den türkischen Regierungschef den eventuell nochmals veränderten Text diskutieren und absegnen. Die EU-Staats- und Regierungschefs treffen schließlich Davutoglu zum Essen (voraussichtlich 13.00 Uhr).

Nun soll eine gemeinsame Erklärung der EU mit der Türkei zur Flüchtlingskrise stehen. Darin waren laut Entwurf eine Beschleunigung der geplanten Visa-Erleichterungen für türkische Bürger und zusätzliche Geldzahlungen an Ankara vorgesehen.© dpa