Bei der Attacke schwer bewaffneter Angreifer auf drei Hotels und einen Strand in der westafrikanischen Elfenbeinküste ist auch eine Deutsche getötet worden.

"Ich muss leider bestätigen, dass beim Anschlag in Côte d'Ivoire auch eine deutsche Staatsangehörige ums Leben gekommen ist", erklärte Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier (SPD) in Berlin.

Leiterin Goethe-Institut getötet

Insgesamt wurden bei dem Angriff in dem auch bei Touristen beliebten Badeort Grand-Bassam am Sonntag 16 Menschen getötet. Unter den Opfern ist auch die Leiterin des dortigen Goethe-Instituts, Henrike Grohs.

Die Zentrale des deutschsprachigen Kulturinstituts bestätigte am Montag entsprechende Informationen der Deutschen Welle. Die 51-Jährige hatte das Goethe-Institut in dem westafrikanischen Land seit Dezember 2013 geleitet.

Zuvor war die studierte Völkerkundlerin in Südafrika tätig. Mehrere Jahre lang arbeitete Grohs auch in Bildungsprojekten der Berliner Philharmoniker.

Insgesamt starben bei der Terrorserie in dem westafrikanischen Land am Sonntag mindestens 22 Menschen. Die Anschläge gehen vermutlich auf das Konto der Terrorgruppe Al-Kaida im Islamischen Maghreb (AQMI).

Vermummte schießen am Strand von beliebten Hotel plötzlich um sich.

Steinmeier verurteilte den Angriff und zugleich den Anschlag in der türkischen Hauptstadt Ankara mit mindestens 37 Toten "auf das Schärfste". Die Attacken zeigten "erneut, dass der Kampf gegen den Terror eine gemeinsame Aufgabe der internationalen Gemeinschaft ist". "Nur mit dem beharrlichen und langfristig angelegten Engagement aller wird es gelingen, dem Terror und seinen brutalen Apologeten die Grundlage zu entziehen", erklärte Steinmeier.© AFP