(jfi) - Das Bundesinnenministerium geht in einer internen Analyse von einem besonderen Anschlagsrisiko für Weihnachtsmärkte aus.

Das berichtet die "Bild"-Zeitung unter Berufung auf eine Gefährdungseinschätzung des Ministeriums zum Anschlagsrisiko während der Weihnachtszeit. Die Weihnachtsmärkte seien wegen ihrer hohen Besucherzahlen und freiem Zugang "schwer zu schützende 'weiche' Angriffsziele", heißt es in dem internen Papier, das dem Blatt vorliegt.

Aus diesem Grund könnten Islamisten oder andere Terroristen Weihnachtsmärkte als "geeignete Ziele" ansehen, um ein "größtmögliches Maß an Personenschäden zu erreichen". Eine besondere "Anschlagsrelevanz" zur Weihnachtszeit ergebe sich für Islamisten besonders aus der Tatsache, dass "diesem Zeitraum innerhalb der westlichen Staatengemeinschaft ein hoher Symbolwert beigemessen wird."

Der Chef der Deutschen Polizeigewerkschaft (DPolG), Rainer Wendt, warnte gleichwohl vor übertriebener Panikmache. Er sagte der "Bild"-Zeitung: "Die Polizei wird alles dafür tun, dass die Märkte sicher sind."

Grundsätzlich habe sich die allgemeine Terrorgefahr in Deutschland nach dem Bombenfund von Bonn jedoch nicht verändert, sagte BKA-Präsident Jörg Ziercke am Mittwochabend in der ZDF-Sendung "Aktenzeichen XY... ungelöst". Er habe volles Vertrauen in die Beamten und fügte hinzu: "Ruhe bewahren und Aufmerksamkeit ist angesagt."