London (dpa) - Die britische Regierung hat sich vor Beginn des EU-Gipfels in Brüssel optimistisch gezeigt, das gewünschte Reformpaket zu bekommen. Es gebe "eine gute Grundlage für eine Einigung", sagte eine Sprecherin von Premierminister David Cameron in London.

Dieser hatte in der Nacht mit EU-Verhandlungschef Donald Tusk gesprochen. Auch aus britischen Regierungskreisen hieß es, man sei "zuversichtlich". Es bleibe aber noch "ein bisschen" zu tun.

Auch nach Einschätzung von EU-Kommissionspräsident Jean-Claude Juncker steht eine Einigung kurz bevor. "Die Sache ist noch nicht gelaufen. Aber sie wird am Ende des Tages gelaufen sein", sagte der Luxemburger kurz vor Beginn des Gipfels.

Streitpunkt bleiben nach Darstellung Londons die Sozialleistungen für Einwanderer aus EU-Staaten, insbesondere das Kindergeld, und Vertragsänderungen zum Schutz von Nicht-Eurostaaten. Cameron bezeichnet die Reformen als notwendig, damit sich die Briten im geplanten Referendum dafür entscheiden, Teil der EU zu bleiben. Sollte der Gipfel am Donnerstag und Freitag eine Einigung erzielen, könnten die Briten schon Ende Juni abstimmen. Umfragen sehen derzeit einen leichten Vorteil für die Befürworter eines EU-Austritts.© dpa