Es herrscht die größte Terrorgefahr seit mehr als zehn Jahren. Europol warnt davor, dass der IS oder andere Terrorgruppen einen Anschlag mit vielen Toten irgendwo in Europa verüben könnten.

Die europäische Polizeibehörde Europol hat vor der Gefahr groß angelegter Anschläge durch die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) in Europa gewarnt. "Europa steht momentan vor der größten Terrorgefahr seit mehr als zehn Jahren" sagte Europol-Direktor Rob Wainwright der "Neuen Osnabrücker Zeitung".

In der Flüchtlingskrise gilt die Türkei als Lösung, wird aber selbst zum Problem.

Europol geht seit längerem davon aus, dass 3.000 bis 5.000 Europäer, die in einem Terrorcamp Kampferfahrung sammelten, in die Heimat zurückgekehrt sind. "Die wachsende Zahl dieser ausländischen Kämpfer stellt die EU-Staaten vor völlig neue Herausforderungen", sagte Wainwright.

Es sei zu erwarten, dass der IS oder andere Terrorgruppen einen Anschlag mit vielen Toten irgendwo in Europa verüben könnten. Der Flüchtlingsstrom aus Syrien nach Europa erhöht nach Einschätzung von Europol die Terrorgefahr nicht unbedingt.

"Es gibt keine konkreten Hinweise darauf, dass terroristische Reisende systematisch den Flüchtlingsstrom nutzen, um unentdeckt nach Europa zu kommen", sagte Wainwright.

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