Flüchtlingskrise in Deutschland und Europa

Es ist die größte Flüchtlingskrise seit dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland und Europa: Millionen Menschen fliehen weltweit vor Krieg, Verfolgung und Armut und machen sich auf den Weg nach Europa und Deutschland. Vor allem über die Balkanroute und das Mittelmeer kommen Tausende Flüchtlinge zu uns. Sie stammen aus Syrien, Afghanistan, dem Balkan oder aus Afrika und suchen bei uns Asyl. Allein in diesem Jahr werden in Deutschland über 800.000 Asylbewerber erwartet. Wie groß die Not der Flüchtlinge ist, welche Tragödien sich auf der Flucht der Menschen abspielen, wie Deutschland und Europa mit den Flüchtlingen umgehen und weitere Hintergründe und News zur Flüchtlingsproblematik, können Sie in den Artikeln in unserer Rubrik nachlesen.

Die Achse Wien-Berlin hat in der Flüchtlingskrise einen Knacks bekommen, mit Kanzler Kern soll es einen Neuanfang geben. Er kommt dabei auf Fußball zu sprechen - zwischen Deutschland und Österreich eigentlich ein heikles Thema.

Die Türkei verweigert syrischen Flüchtlingen die Ausreise, obwohl sie ein Visum für Deutschland haben - und obwohl die Türkei selber sie auf die Ausreiseliste gesetzt hat. Fachkräfte werden gezwungen, im Land zu bleiben, wo viele von ihnen gar nicht arbeiten dürfen.

Erstmals waren 2015 weltweit mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die aktuellen Zahlen des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR werfen die Frage nach der Verantwortung des Westens auf. Der Irakkrieg sei ein Kardinalfehler der vergangenen 25 Jahre gewesen, sagte der Politologe Thomas Jäger.

Von Syrien bis zum Südsudan, von Burundi bis zur Ostukraine: Blutige Konflikte vertreiben immer mehr Menschen. Die UN beklagen einen neuen traurigen Rekord - und das Abnehmen ...

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Ein 21-Jähriger hat im niedersächsischen Lingen mit einem Luftgewehr auf eine Flüchtlingsunterkunft geschossen und zwei dort lebende Menschen verletzt. Wie die Polizei am Montag mitteilte, zielte der Mann am Vortag aus seiner nahe gelegenen Wohnung im dritten Stock auf das Heim. Zwei Flüchtlinge, ein fünfjähriges Mädchen und ein 18-Jähriger, seien leicht am Bein verletzt worden.

Bei rund 20 Einsätzen vor der Küste Siziliens sind am Wochenende insgesamt mehr als 2500 Bootsflüchtlinge aus dem Mittelmeer gerettet worden. Am Sonntag seien 1230 Menschen von Flüchtlingsbooten geborgen und in Sicherheit gebracht worden, am Samstag seien es 1348 gewesen, teilte die Einsatzzentrale der italienischen Küstenwache in der Nacht zu Montag mit.

Mit dem Zustrom von Flüchtlingen sind auch hunderte Kinderbräute nach Deutschland gekommen. Justiz und Behörden sind noch unentschieden, wie die Ehe minderjähriger Mädchen mit älteren Männern zu bewerten ist - und haben das Problem bisher auch kaum öffentlich gemacht.

Die italienische Küstenwache hat zusammen mit anderen Helfern allein am Samstag mehr als 1300 Bootsflüchtlinge im Mittelmeer gerettet.

Der Mord der Woche im "Tatort", die neuesten Folgen der "Big Bang Theory", die tägliche Dosis "Gute Zeiten, schlechte Zeiten", die 100. Wiederholung von "Pretty Woman" oder die Ausstrahlungstermine der Fußball-Bundesliga: Hier finden Sie auf einen Blick alle Sendetermine ihrer Lieblingsserien und Live-Shows, dazu alle Top-Filme und Sport-Events.

Flüchtlinge bringen die EU an ihre Belastungsgrenze. Damit zumindest aus Afrika weniger kommen, will Europa mit dortigen Staaten kooperieren. Darunter sind sehr fragwürdige Freunde.

In Dresden sind erneut Flüchtlinge fremdenfeindlich beschimpft worden. Auf dem Weg zum Deutschunterricht wurden sie von Bürgern beschimpft.

Deutsche Flüchtlingsheime sind nach Einschätzung von Amnesty International unzureichend gegen zunehmende fremdenfeindliche Attacken geschützt.

Auf Betreiben Österreichs wurde die Balkanroute für Migranten versperrt. Auch Menschen, die übers Mittelmeer kommen wollen, soll die EU nun abschrecken, fordert der ...

Im Mittelmeer südlich von Kreta hat sich ein neues Flüchtlingsdrama abgespielt. Wie die griechische Küstenwache mitteilte, ist am Freitag ein Schiff mit Hunderten Menschen an Bord rund 75 Seemeilen vor der Insel gekentert.

Die Bundesregierung stand am 13. September 2015 angesichts damals sprunghaft gestiegener Flüchtlingszahlen unmittelbar vor einer völligen Grenzschließung. Das berichtet die "Bild" (Donnerstag) unter Berufung auf interne Dokumente. 

In Oberösterreich haben unbekannte Täter in der Nacht zum Mittwoch eine fast fertig gestellte Unterkunft für Asylbewerber in Brand gesteckt. Nach Polizeiangaben entdeckten Ermittler zwei Brandherde an der Außenmauer des Holzgebäudes im Dorf Altenfelden unweit von Linz. Die Flüchtlingsunterkunft brannte vollständig nieder, verletzt wurde niemand.

In einem Interview äußert sich der Dalai Lama ungewohnt offen und drastisch zur Flüchtlingskrise in Europa. Man müsse Menschen helfen, aber Ziel sei es, dass "sie zurückkehren und beim Wiederaufbau ihrer eigenen Länder mithelfen".

Mit der Verlagerung der Flüchtlingsroute vom Balkan in das zentrale Mittelmeer mehren sich die tödlichen Zwischenfälle. Dennoch riskieren Menschen weiter ihr Leben auf brüchigen und überfüllten Booten.

Allein am Freitag wurden nach Angaben der Behörden 2.000 Flüchtlinge aus unsicheren Booten geborgen.

Bei Schiffsuntergängen sind in den vergangenen sieben Tagen im zentralen Mittelmeer vermutlich mindestens 700 Migranten umgekommen. Die Zahlen gründeten sich auf Aussagen von Überlebenden.

Es ist eine zynische Realität: Das neuerliche Sterben im Mittelmeer ist keine Überraschung. Die geschlossene Balkanroute und der Flüchtlingsdeal mit der Türkei verlagern die Fluchtroute wieder auf die lebensgefährliche Passage durchs zentrale Mittelmeer.

Bei einem Flüchtlingsunglück im Mittelmeer könnten nach Angaben von Überlebenden hundert Menschen ums Leben gekommen sein. Angeblich waren 650 Menschen an Bord des gekenterten Schiffes.

Weit schneller als erwartet hat die griechische Polizei die Räumung des Flüchtlingslagers Idomeni unweit der Grenze zu Mazedonien abgeschlossen. Innerhalb von drei Tagen brachten die Behörden rund 4.000 Flüchtlinge mit Bussen in andere Aufnahmezentren, wie die Polizei am Donnerstag bilanzierte.

Unweit der libyschen Küste ist am Donnerstag erneut ein Flüchtlingsboot mit mindestens 100 Menschen an Bord gesunken.

Die Bundesregierung hat am Mittwoch das Integrationsgesetz beschlossen, das Flüchtlingen den Einstieg in den Arbeitsmarkt erleichtern und sie zugleich bei der Integration in die Pflicht nehmen soll.

Verhältnisse in Flüchtlingslager bei Idomeni wurden immer schlimmer.

Die Lage in dem "Wilden Camp von Idomeni" am Grenzzaun zu Mazedonien hat sich zuletzt immer mehr verschlechtert. Der griechische Staat will unter das Kapitel nun einen Schlussstrich ziehen. Die Räumung beginnt ohne Gewalt.

Das provisorische Flüchtlingslager im nordgriechischen Grenzort Idomeni soll geräumt werden.

In der Europäischen Union herrscht nach "Spiegel"-Informationen Ärger darüber, dass die Türkei im Rahmen des Flüchtlingsabkommens hochqualifizierte Syrer nicht in die EU ausreisen lässt. Wie das Magazin in seiner neuen Ausgabe berichtete, kritisieren mehrere europäische Regierungen, dass unter den Aufnahmekandidaten auffallend viele Härtefälle seien.

Nach der Vereinbarung zwischen der Türkei und der EU gewinnt der Landweg nach Europa für Flüchtlinge wieder an Bedeutung. Schleuser weichen vor allem auf die wenig bewachte Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien aus.

Das Flüchtlingslager Idomeni an der nordgriechischen Grenze wird mit Strukturen organisierter Kriminalität zu einem immer größeren Problemfall. Wie griechische Medien am Mittwoch weiter berichteten, soll ein Eisenbahnwaggon zu einem Bordell umfunktioniert worden sein.

Für Syrer wird die Flucht in die Türkei immer gefährlicher. Flüchtlinge berichten von Misshandlungen und Schüssen auf Kinder.

Videoaufnahmen aus Idomeni vom Sonntag zeigen den Einsatz von Blendgranaten und Tränengas. Menschen geraten in Panik, einige kollabieren.

Bayern und die Bundesregierung haben sich darauf geeinigt, dass an den Grenzen weiter kontrolliert werden soll. Zugleich wird der Freistaat nicht gegen die Flüchtlingspolitik des Bundes vor dem Verfassungsgericht klagen - zumindest vorerst.

Auf der Flucht vor dem Krieg in Syrien werden Menschen an der Grenze von türkischen Soldaten beschossen: Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch erhebt schwere Vorwürfe gegen die Türkei.

Slowakische Zöllner schießen auf ein mutmaßliches Schleuser-Auto. Eine Frau aus Syrien wird getroffen. Die Polizei knausert mit Informationen.

Vor der Entscheidung über die Visafreiheit für Türken wächst die Kritik an dem von Bundeskanzlerin Angela Merkel initiierten EU-Türkei-Abkommen.

Die Lage an der österreichisch-italienischen Grenze spitzt sich zu: Bei Protesten am Brenner liefern sich die Demonstranten einen Schlagabtausch mit der Polizei.

Der Widerstand der EU-Kommission ist Österreich egal: Die Regierung in Wien ist nach SPIEGEL-Informationen entschlossen, bei einem wachsenden Flüchtlingsandrang aus Italien am Brenner Grenzkontrollen zu starten.

Der ungarische Ministerpräsident Viktor Orban hat einen Vorschlag der EU-Kommission heftig kritisiert, jene EU-Länder, die sich gegen eine Umverteilung von Flüchtlingen sperren, hohe Strafen zahlen zu lassen.

Für die Türkei könnte dieser Mittwoch ein großer Tag werden. Wenn alles nach Plan läuft, wird die EU-Kommission empfehlen, die Visumpflicht für türkische Staatsbürger aufzuheben. In der EU ist allerdings nicht jedem wohl bei dem Thema. Sind die Risiken der Visaliberalisierung überschaubar? Fragen und Antworten.

Es wird keine Klage gegen die Bundesregierung geben - vorerst zumindest. Das hat der Freistaat Bayern im Hinblick auf den Streit um die Flüchtlingspolitik beschlossen. Grund für die Kehrtwende seien die zurückgegangenen Flüchtlingszahlen.

Die Balkanroute ist dicht, doch zentrale EU-Länder wittern in der Flüchtlingskrise neue Gefahren. Daher sollen die Grenzen weiter kontrolliert werden. Berlin steht diesmal an der Spitze der Bewegung.

Die österreichische Regierung bereitet die Schließung des Brenner-Passes an der Grenze zu Italien vor, um in einer "Extremsituation" nicht von Flüchtlingen "überrannt" zu werden. Das kündigt Österreichs neuer Innenminister Wolfgang Sobotka bei seinem Besuch in Berlin an.

Österreich kann in der Flüchtlingskrise künftig einen "Notstand" ausrufen. Als Folge hätten Schutzsuchende kaum mehr eine Chance auf Asyl. Das ist die Konsequenz der Novellierung des Asylrechts, die das österreichische Parlament am Mittwoch mit deutlicher Mehrheit beschlossen hat.

Kein Schutzsuchender will aus Griechenland in die Türkei zurück. Die Menschen sind enttäuscht und verzweifelt. Die Spannungen entladen sich.

Angela Merkel zeigt CSU-Chef Seehofer die kalte Schulter - und erklärt die bayerischen Forderungen in der Flüchtlingspolitik für unbegründet.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer (CSU) hat drei Monate nach seinem Protestbrief gegen den Flüchtlingskurs von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) eine Antwort bekommen - der Inhalt soll aber vorerst unter Verschluss bleiben. Die "Süddeutsche Zeitung" hat jedoch nach eigenen Angaben Einblick in den Inhalt des Schreibens.

Die Zahl der neu ankommenden Flüchtlinge in Deutschland geht zwar zurück. Bundesländer und Kommunen haben aber alle Hände voll zu tun mit der Integration der bereits ...

Angela Merkel hat unter anderem für ihren humanitären Einsatz für Flüchtlinge den renommierten Four-Freedoms-Award erhalten. Aber ist diese Auszeichnung auch wirklich gerechtfertigt? Von der Willkommenskultur des Vorjahres hat sich die Kanzlerin schließlich längst verabschiedet.

Wer nimmt wann wie viele Syrien-Flüchtlinge aus der Türkei auf? Über diese Frage herrschte in der EU wochenlang Unklarheit. Jetzt gibt es einen Fahrplan.