Ein "Kardinalfehler": So bezeichnet Beatrix von Storch die Schusswaffen-Aussage der AfD-Parteivorsitzenden Frauke Petry. Die beiden tragen ihren Zwist offen über die Medien aus.

Zwei AfD-Frauen im Zwist - wegen Äußerungen in eine ähnliche Richtung, die sie sich nun aber gegenseitig vorwerfen.

Parteivorsitzende Frauke Petry hatte im Januar gesagt, dass notfalls die Grenze gegen Flüchtlinge auch mit Waffengewalt geschützt werden müsse. Ihre Stellvertreterin Beatrix von Storch sprang Petry bei, ging dabei aber noch einen Schritt weiter und bejahte auf Facebook die Frage eines User, ob dazu auch Frauen mit Kindern gehören würden.

AfD-Chefin reagiert mit Hohn auf Anteilnahme in sozialen Medien.

"Was Beatrix gesagt hat, war katastrophal"

Nach einer Flut kritischer Kommentare relativierte von Storch ihre Aussage später: "Ich bin grundsätzlich gegen Gewalt gegen Kinder, das umfasst auch den Einsatz von Schusswaffen gegen minderjährige Migranten durch die Polizei."

In der "Bunten" übte Petry scharfe Kritik an den Schusswaffen-Äußerungen von Storchs: "Was Beatrix gesagt hat, war katastrophal." Sie wolle "keine Toten" und sei selber nicht dafür, dass an der Grenze auf Menschen geschossen wird.

Damit beschwor Petry einen parteiinternen Streit herauf. Von Storch schießt nun in der "Bild"-Zeitung zurück: "Die Debatte um Schusswaffen hat Frauke Petry losgetreten. Das war der Kardinalfehler." (af)