Die Bundesregierung hat Russland vorgeworfen, mit haltlosen Spekulationen über die angebliche Vergewaltigung einer Russlanddeutschen in Berlin Politik zu machen.

Auf Berichte russischer Medien über den Fall der 13-Jährigen angesprochen, sagte der Sprecher des Außenministeriums, Martin Schäfer, am Mittwoch, langfristig gelte immer noch der Grundsatz "Lügen haben kurze Beine".

Kreml-Chef soll ein illegales Milliarden-Vermögen besitzen.

Regierungssprecher Steffen Seibert erklärte, es verbiete sich, "diesen Vorfall politisch zu instrumentalisieren".

Der russische Außenminister Sergej Lawrow hatte am Dienstag gesagt, die Nachricht über das Verschwinden von "unserer Lisa" sei lange verheimlicht worden.

Er sagte: "Ich hoffe, dass diese Migrationsprobleme nicht zum Versuch führen, die Wirklichkeit aus irgendwelchen innenpolitischen Gründen politisch korrekt zu übermalen."

Die Schülerin war am 11. Januar als vermisst gemeldet worden. Nach 30 Stunden tauchte sie wieder auf. Später kursierte im Internet das Gerücht, sie sei von einer Gruppe südländisch aussehender Männer entführt und vergewaltigt worden.

Dafür sieht die Polizei keine Anhaltspunkte. Die Staatsanwaltschaft geht aber dem Verdacht nach, dass es vor ihrem Verschwinden einvernehmliche sexuelle Kontakte zwischen dem Mädchen und zwei jungen Männern türkischer Herkunft gab. Aufgrund ihres Alters wäre auch dies strafbar.© dpa