CDU-Politikerin Julia Klöckner meint, eine Lösung für die Asylkrise gefunden zu haben. Ihr "Plan A2" ist aber anscheinend abgeschrieben - und zwar von Alfa, der neuen Partei von Ex-AfDler Bernd Lucke.

Alfa, die neue Partei von Bernd Lucke, will im neuen Flüchtlingsplan von CDU-Parteivize Julia Klöckner eigene Ideen entdeckt haben.

Die Spitzenkandidatin der CDU in Rheinland-Pfalz bei der Landtagswahl habe in der Flüchtlingspolitik "eiskalt bei Alfa abgeschrieben", erklärte die Partei am Montag.

Viele Politiker hoffen, dass sich Spielfeld zu einer Art Nadelöhr entwickelt.

Parteigründer Bernd Lucke habe im vergangenen November in einem Interview gesagt: "Was wir brauchen, ist eine atmende Obergrenze, eine Obergrenze, die sich der jeweiligen Situation anpasst. Zudem eine Obergrenze, die von den Bürgern vor Ort akzeptiert wird."

Klöckner hatte am Wochenende unter dem Titel "Plan A2" tagesaktuelle Kontingente für Flüchtlinge an der deutschen Grenze gefordert. Von einigen Parteikollegen erhielt sie dafür Unterstützung.

Lucke hatte im vergangenen Juli die Alternative für Deutschland (AfD) verlassen. Zusammen mit anderen früheren AfD-Mitgliedern gründete er die Allianz für Fortschritt und Aufbruch (Alfa).

Alfa wirft der neuen AfD-Spitze vor, sie habe die Partei für radikale Kräfte vom rechten Rand geöffnet.© dpa