Zum Schutz von Asylunterkünften will das bayerische Innenministerium Ehrenamtliche der Sicherheitswacht einsetzen. Die Freiwilligen sollten helfen, das Sicherheitsgefühl der Flüchtlinge zu steigern und mögliche Straftäter abzuschrecken, berichtete der Bayerische Rundfunk am Mittwoch unter Berufung auf das Ministerium.

Die Gewerkschaft der Polizei sieht den Vorschlag demnach kritisch. Das Ministerium versuche, die Personalnot bei der Polizei zu kaschieren, wurde der Vize-Vorsitzende Jörg Radek zitiert.

Die CSU heizt den Streit über die Asylpolitik weiter an und will Flüchtlinge ohne Papiere direkt an der deutschen Grenze abweisen lassen.

Die Mitglieder der Sicherheitswacht tragen keine Waffen, dürfen aber Personen befragen, Personalien feststellen und einen Platzverweis erteilen. Sie gehen üblicherweise nach einer mehrwöchigen Ausbildung mit Funkgerät und einer Armbinde mit der Aufschrift "Sicherheitswacht" unter anderem in Parks Streife, erhalten acht Euro Aufwandsentschädigung pro Stunde und alarmieren bei verdächtigen Vorkommnissen die Polizei.

Bereits im Sommer hatte das Kabinett beschlossen, die Zahl der Ehrenamtlichen von 800 auf 1.000 zu erhöhen.© dpa