In der einstigen syrischen Wirtschaftsmetropole Aleppo herrscht seit fünf Jahren Bürgerkrieg, die Stadt wurde in Schutt und Asche gebombt. Allein in der vergangenen Woche flog Russland etwa 900 Luftangriffe gegen Rebellenstellungen. Die Einwohner wollen in die nahegelegene Türkei flüchten. Doch die Grenzen zum Nachbarland bleiben vorerst geschlossen.

Die Stadt Aleppo im Norden Syriens ist nach russischen Luftangriffen vollkommen zerstört. Die Bewohner wollen fliehen, doch die Grenze zur Türkei ist dicht.
Einst war Aleppo eine Wirtschaftsmetropole, heute sind die Wohnungen durch Bombenangriffe komplett verwüstet.
Türkei will die Flüchtlinge aber lieber auf syrischer Seite versorgen. Die rund 50.000 Bürgerkriegsflüchtlinge harren bei eisigen Temperaturen seit Tagen an der Grenze aus. Ein türkischer Sprecher sagte: "Wir tun alles, was in unserer Macht steht."
Die Organisation "Ärzte ohne Grenzen" beschreibt die Lage an der Grenze zur Türkei als "hoffnungslos". Die Flüchtlinge haben keine Unterkünfte, kein sauberes Trinkwasser und keine Sanitäranlagen.
Die Leute nehmen das, was ihnen nach den Bombenangriffen noch geblieben ist und versuchen damit zu flüchten.
Seit 2012 ist Aleppo zweigeteilt. Im Westen hat Machthaber Baschar al-Assad das Sagen, während der Osten von den Rebellen kontrolliert wird. Der Bürgerkrieg dauert mittlerweile seit fünf Jahren.
Laut dem russischen Verteidigungsministerium wurden in der vergangenen Woche etwa 900 syrische Rebellenstellungen von Russland aus der Luft angegriffen.
Falls Aleppo von syrischen Regierungstruppen eingenommen werden sollte, rechnet die Türkei mit mehr als einer Million weiterer Flüchtlinge.
Der türkische Ministerpräsident Recep Erdogan erklärte, dass die Grenzen der Türkei nicht grundsätzlich geschlossen seien. Sollte es für die Flüchtlinge aus Aleppo keine Alternative geben, "werden wir unsere Brüder hereinlassen - wenn nötig", so Erdogan.