Die CSU-Stadträtin Sabine Pfeiler kommentiert auf Facebook einen Medienbericht über eine angeblich versuchte Vergewaltigung in München - garniert mit einem persönlichen Erlebnis über Nordafrikaner. Auch einen Schuldigen hat die Stadträtin für solche Vorfälle gefunden: Angela Merkel.

Sabine Pfeiler, CSU-Stadträtin von München, ist der breiten Öffentlichkeit wohl eher unbekannt. Doch mit einem Post zum Thema Flüchtlinge und Sicherheit macht die Münchnerin nun von sich reden.

Maßnahme im walisischen Cardiff sorgt vielerorts für Kopfschütteln.

"Diese unkontrollierte Zuwanderungspolitik ist ein großer Verlust für die Sicherheit & Freiheit in unserem Land", schreibt sie in der Facebook-Gruppe CSU Ortsverband 17 b. Dahinter: ein trauriges Emoji mit einer Träne.

Der Anlass für ihren Kommentar ist ein Artikel über eine mutmaßlich versuchte Vergewaltigung am Candidplatz in München. Die Täter sollen mutmaßlich dunkelhäutig sein.

Pfeiler macht Merkel verantwortlich

Dazu schreibt Pfeiler: "Auch mir ist es heute zum zweiten Mal passiert, dass ich am Stachus von einem Nordafrikaner unangenehm angemacht wurde."

"Er hat mir etwas hinterher gerufen. Was, weiß ich nicht mehr. Er sprach kein Deutsch", sagte Pfeiler der "Bild". Deshalb habe sie nicht verstehen können, was er ihr nachgerufen hätte.

Pfeiler vermutet, dass es ein Nordafrikaner gewesen sei; er habe etwas dunkle Haut gehabt. Am ehesten habe er wie ein Tunesier ausgesehen. "Er ist jedenfalls so aufdringlich gewesen, wie man das aus dem Urlaub dort kennt", zitiert "Sueddeutsche.de" die Stadträtin.

Die Schuld dafür sieht Pfeiler bei Kanzlerin Angela Merkel. "Danke Frau Merkel, dass Sie unsere schöne Stadt unsicher machen!", schreibt die CSU-Stadträtin in ihrem Post.

Stadträtin und die Posts

Pfeiler postet in der Facebook-Gruppe CSU Ortsverband 17 b recht rege. Unter anderem teilte sie einen Artikel der Internetseite "metropolic.org" zum Thema "Mehr Rechte für den Islam". In ihrem Post dazu fragte sie, warum Justizminister Heiko Maas nicht nach Saudi-Arabien auswandere.

Betrieben wird "metropolico.com" von Christian Jung. Er war der bayerische Landesvorsitzende der Partei Die Freiheit. Sie wird überwiegend als rechtspopulistisch klassifiziert.

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