Die Bewertung der aktuellen Flüchtlingskrise spaltet die Deutschen: Immerhin die Hälfte bezweifelt, dass Deutschland die Probleme, die mit den steigenden Flüchtlingszahlen einhergehen, bewältigen kann.

Gut die Hälfte (51 Prozent) der Bundesbürger bezweifelt, dass Deutschland die aktuelle Flüchtlingsproblematik bewältigen kann.

44 Prozent unterstützen auch nach der Chaos-Silvesternacht in Köln weiter Angela Merkels Einschätzung, dass Deutschland die Probleme lösen kann.

Gegner der Flüchtlingspolitik verzichten auf Antrag zu Grenzschließung.

Damit ist in den vergangen Monaten die Zahl der Optimisten gesunken: Im Oktober 2015 waren noch 49 Prozent der Bürger der Meinung, dass Deutschland die Flüchtlingskrise lösen wird, 48 Prozent waren damals skeptisch.

In der Einstellung zu den Flüchtlingen sind die Deutschen weiter gespalten. Etwa der Hälfte (48 Prozent) der Menschen macht die hohe Zahl der Flüchtlinge Angst (im November 2015 waren es 50 Prozent).

50 Prozent der Bürger haben keine Angst vor Flüchtlingen, vor zwei Monaten waren es 48 Prozent.

Gut zwei Drittel (60 Prozent) der Bürger berücksichtigen die jüngsten Anschläge bei ihrer Urlaubsplanung und wollen bestimmte Länder oder das Fliegen vermeiden.

In der Sonntagsfrage kommt die Union auf 37 Prozent der Stimmen. 25 Prozent der Befragten würden die SPD wählen. Die Grünen und die AfD kommen je auf zehn Prozent. Die Linke erhält acht Prozent. Die FDP würden vier Prozent wählen, die sonstigen Parteien sechs Prozent.© dpa

Wer übt Gewalt aus und warum? Und wie kann sich die Gesellschaft davor schützen? Diese Fragen sollten nach Köln und Istanbul im Vordergrund stehen. Die erstaunlich konstruktive Debatte bei "Maybrit Illner" zeigt: Statt Gespräche über angebliche Problemkulturen zu führen, sollten wir viel eher die Probleme mit unserer Gesprächskultur überdenken.