Aus dem provisorischen Flüchtlingslager im griechischen Idomeni sind am Montag etwa tausend Menschen aufgebrochen, um eine alternative Route ins Nachbarland Mazedonien zu finden.

Idomeni: Humanitäre Katastrophe mitten in Europa

Die Lage im Flüchtlingslager in Idomeni ist schrecklich. Tausende Menschen verharren dort in Schlamm, Müll und Kälte. Das UNHCR spricht von einer humanitären Katastrophe. Doch warum bleiben die Menschen? Wie viele sind es? Und wie soll es dort weitergehen? © 1&1 Mail & Media

Wie ein AFP-Korrespondent aus der Grenzregion berichtete, bewegten sich die Flüchtlinge mit all ihren Habseligkeiten in Richtung des nahegelegenen Grenzdorfes Chamilo, rund zwei Kilometer südwestlich von Idomeni.

Die Flüchtlingsgruppe wurde am Nachmittag von griechischen Polizisten umringt. Mazedonische Polizeikräfte waren zunächst nicht zu sehen.

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Das Flüchtlingslager in Idomeni ist völlig überfüllt, die mindestens 12.000 Menschen dort leben unter unzumutbaren Zuständen. In den vergangenen Tagen setzte Dauerregen den Flüchtlingen zusätzlich zu.

Mazedonien liegt auf der sogenannten Balkanroute, über die bereits zahlreiche Flüchtlinge in Aufnahmeländer wie Deutschland gelangten. Vor zweieinhalb Wochen führten Mazedonien und weitere Länder der Balkanroute aber eine Tagesobergrenze für die Einreise von Flüchtlingen ein. Mittlerweile ist die Balkanroute de facto vollständig geschlossen.© AFP