Die Lage im improvisierten Flüchtlingscamp Idomeni ist verheerend. Griechenlands Innenminister Panayotis Kouroublis verglich das Lager nun mit einem KZ. Das Elend zu sehen sei wie ein "Schlag in die Magengrube".

Der griechische Innenminister Panayotis Kouroublis hat die Lage im Flüchtlingscamp in Idomeni mit dem Zuständen in den Konzentrationslagern der Nazis verglichen. "Dies ist ein modernes Dachau, das Ergebnis der Logik der geschlossenen Grenzen", sagte Kouroublis am Freitag vor Reportern bei einem Besuch des Lagers an der Grenze zu Mazedonien. Das Elend zu sehen sei wie ein "Schlag in die Magengrube".

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Der Minister versprach, die Überwachung und medizinische Versorgung des Lagers zu verbessern. Da Mazedonien keine Flüchtlinge mehr durchlässt, sitzen in dem Grenzgebiet nach Angaben der griechischen Regierung mehr als 46.000 Menschen fest. Etwa 12.000 von ihnen leben unter katastrophalen Bedingungen in einem Lager, das ursprünglich für 2.500 Menschen ausgelegt war.

Sie hausen in der Kälte in kleinen Zelten oder schlafen auf schlammigen Feldern im Freien. Essen und Getränke sind knapp. In den vergangenen Tagen setzte Dauerregen den Flüchtlingen zusätzlich zu. Hilfsorganisationen warnen vor einer Krankheitswelle, die insbesondere für Kinder gefährliche Folgen haben könne.© AFP