Mazedonien hält seit Mittwochnachmittag seinen wichtigsten Grenzübergang zu Griechenland für Flüchtlinge und Migranten vorübergehend geschlossen.

Wie die Deutsche Presse-Agentur aus Polizeikreisen der Provinzhauptstadt Kilkis erfuhr, hatte die mazedonische Polizei die griechische Seite benachrichtigt, es gebe weiter nördlich nahe der mazedonisch-serbischen Grenze einen "Stau".

Viele Flüchtlinge warteten auf die Weiterreise nach Serbien. Aus diesem Grund sei vorübergehend die Grenze zu Griechenland beim Eisenbahnübergang Idomeni-Gevgelija geschlossen worden.

Wann die Grenze wieder geöffnet wird, war zunächst unklar. Die Autobahn-Übergangstelle von Griechenland nach Mazedonien bei Evzoni-Bogorodica war am Mittwochabend weiter geöffnet.

Auf der griechischen Seite des Eisenbahnübergangs von Idomeni befanden sich nach Augenzeugenberichten rund 1.000 Menschen. Diese sollten die Nacht in Zelten und provisorischen Unterkünften verbringen.

Rund 800 Flüchtlinge mussten demnach die Nacht in Bussen und in einer Tankstelle rund 20 Kilometer südlich ausharren. © dpa