Massenschlägerei in einer Flüchtlingsunterkunft in Baden-Württemberg: In der Nacht zum Sonntag eskalierte ein Streit - bis zu 200 Bewohner waren beteiligt. Mehrere Menschen mussten ins Krankenhaus gebracht werden.

Gegen Mitternacht ging bei der Polizei im baden-württembergischen Leimen der Notruf ein: In einer Flüchtlingsunterkunft sei eine Schlägerei im Gange.

Die Beamten rückten mit zwei Streifenwagen aus - und mussten schnell Verstärkung rufen. Denn der Streit war, als die Polizisten ankamen, bereits eskaliert. Bis zu 200 Bewohner der Unterkunft waren beteiligt.

Täglich verwehrt die Bundespolizei Migranten die Einreise.

Mehrere Menschen seien bei der Schlägerei verletzt worden, sie mussten ins Krankenhaus gebracht werden, teilte ein Sprecher der Mannheimer Polizei mit. Über die Anzahl der Verletzten oder die Schwere der Blessuren machte der Beamte keine Angaben.

Als Auslöser für den Streit vermuten die Beamten Meinungsverschiedenheiten zu Glaubensfragen. Dabei soll eine Volksgruppe der anderen vorgeworfen haben, "schlechte Muslime" zu sein, weil sie Alkohol getrunken habe.© SPIEGEL ONLINE