Österreich treibt nach den Worten von Innenminister Johanna Mikl-Leitner Planungen für Kontrollen an weiteren Grenzübergängen voran. Es sei davon auszugehen, dass die Flüchtlinge nach der Schließung der Balkan-Route versuchen würden, auf andere Routen auszuweichen, sagte die Ministerin der "Welt am Sonntag".

Es wäre nach Ansicht der österreichischen Innenministerin Johanna Mikl-Leitner eine "Fehleinschätzung", sich darauf zu verlassen, dass die "Massenmigration quer durch Europa bereits nachhaltig beendet ist". Deshalb bereite Österreich sich darauf vor, seine Grenze an weiteren Übergängen zu sichern.

Neben dem Grenzübergang Spielfeld, der bereits mit einem Zaun gesichert ist, seien zwölf weitere Orte im Fokus. Dort seien Grenzkontrollen "optional mit Zäunen, Gittern, Containern und Überprüfungen durch Polizisten und Soldaten" möglich.

Mikl-Leitner stellte Bedingungen für die Verteilung von Flüchtlingen innerhalb der EU. Solange nicht sichergestellt sei, dass die "unkontrollierten Migrationsströme quer durch Europa stillgelegt sind, wird Österreich keine Flüchtlingskontingente aufnehmen", sagte sie der Zeitung. © AFP