Eskaliert die Situation an der deutsch-österreichischen Grenze? "RTL aktuell" hatte berichtet, dass die Polizei am Vormittag Warnschüsse abgegeben habe, um eine Gruppe von Flüchtlingen von der Grenze zwischen Freilassing und Salzburg abzuhalten. Die Polizei Oberbayern hat auf Twitter die Meldung mittlerweile dementiert.

Ein RTL-Reporter hatte vor Ort berichtet, dass die Behörden offenbar mit einer größeren Zahl an Flüchtlingen rechnen. "Die Kontrollen sind intensiver geworden", sagt "RTL aktuell" Reporter Dirk Emmerich. "Es kann gut sein, dass sich der Druck auf die deutsche Grenze noch mal erhöht."

Trotz der Wiedereinführung der Kontrollen an der deutsch-österreichischen Grenze sind am Dienstag erneut rund 850 Flüchtlinge am Münchner Hauptbahnhof angekommen. Die Bundespolizei sei noch im Aufbau der Grenzkontrollen, sagte Bundespolizeisprecher Wolfgang Hauner. Deshalb könnten noch Züge ohne Kontrolle durchkommen. Bis zum Mittag würden zwei weitere Züge mit insgesamt 500 Flüchtlingen erwartet, die weitere Entwicklung sei nicht vorhersehbar.

Polizei richtet an Grenze zu Österreich Kontrollpunkte ein.

Geplant sei, die Flüchtlinge möglichst direkt aus Salzburg und dem deutschen Grenzort Freilassing in Sonderzügen auf andere Bundesländer oder innerhalb Bayerns zu verteilen. Die Bundesrepublik hatte am Sonntagabend als Reaktion auf den Andrang Zehntausender Flüchtlinge die Kontrollen an der Grenze zu Österreich wieder eingeführt.