Ein Reporter ist nach einem Aufzug des fremdenfeindlichen Bündnisses MVgida in Mecklenburg-Vorpommern angegriffen und verletzt worden.

Wie die Polizei weiter mitteilte, schlug ihm ein Teilnehmer der Demonstration in Grevesmühlen bei Wismar am Montagabend mit der Faust ins Gesicht. Der Reporter erlitt leichte Verletzungen.

Warum es gerade in diesem Bundesland so viele rechte Straftaten gibt.

Die Polizei ermittelt gegen einen Verdächtigen. Es handele sich um einen Demonstranten aus dem MVgida-Aufzug, wie ein Polizeisprecher am Dienstag in Rostock sagte. Der Verdächtige soll den freien Fotojournalisten vor Zeugen mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben.

Im Vorfeld waren laut Polizei rund 160 Menschen bei der MVgida-Veranstaltung durch Grevesmühlen gezogen. Die Vereinigung wird landesweit zu großen Teilen von Rechtsextremen dominiert. So trat der Fraktionschef der NPD im Landtag, Udo Pastörs, zuletzt als Hauptredner bei einer MVgida-Veranstaltung in Neubrandenburg auf.

Erfasste fremdenfeindlich motivierte Straftaten in den Bundesländern insgesamt und auf 100.000 Einwohner.

In Grevesmühlen protestierten am Montagabend rund 120 Menschen mit einem Schweigemarsch unter dem Motto "Hand in Hand gegen Rassismus" gegen den MVgida-Aufzug. Darunter waren unter anderem die Schweriner Sozialministerin Birgit Hesse (SPD) und Nordwestmecklenburgs Landrätin Kerstin Weiss (SPD).© dpa