Das Foto des ertrunkenen Flüchtlingsjungen Aylan Kurdi ging im September 2015 um die Welt. Zwei Streetart-Künstler haben nun das Bild des Dreijährigen als Graffiti auf eine 120 Quadratmeter große Wand in Frankfurt am Main gesprüht.

Mit seiner Familie war Aylan Kurdi im September 2015 auf einem Boot im Mittelmeer auf dem Weg nach Griechenland - auf der Flucht vor dem Bürgerkrieg, der in ihrem Heimatland Syrien wütet.

Schutzsuchende werden Symbol für Bedrohung. Das muss nicht sein.

Als das Schiff kenterte, ertrank die Familie mit Ausnahme des Vaters im Mittelmeer. Der dreijährige Aylan wurde kurze Zeit später an der türkischen Küste angespült. Das Gesicht im Sand und die Arme von sich gestreckt - das Bild des toten Jungen ging um die Welt. Es wurde zum Symbol für die Gefahr und das Leid der Flüchtlinge, die ihr Leben auf ihrer Flucht aufs Spiel setzen.

Nun haben zwei Männer mit dem Foto von Aylan ein überdimensionales Mahnmal in Frankfurt gesetzt. Auf 120 Quadratmeter sprühten die Künstler Justus Becker und Oguz Sen das Bild an eine Mauer an der Osthafenmole, in der Nähe der Europäischen Zentralbank (EZB).

In der "Hessenschau" sagten die beiden Künstler, sie wollen mit dem Graffiti bewirken, dass das Schicksal des Jungen und seiner Leidensgenossen nicht in Vergessenheit gerät. (ink)