Russland hat den von Bundeskanzlerin Angela Merkel ins Spiel gebrachten Dialog mit dem syrischen Machthaber Baschar al-Assad begrüßt. Die Haltung der Kanzlerin entspreche der Position Moskaus, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Donnerstag der Agentur Interfax zufolge.

Es sei "unrealistisch", den "legitimen Präsidenten" Syriens aus der Suche nach einer Lösung des Konflikts auszuschließen. "Die Erklärung der Kanzlerin stimmt mit dem überein, was Präsident Wladimir Putin mehrfach sagte. Über das Schicksal Syriens kann nur das syrische Volk entscheiden", sagte Peskow. Merkel hatte gesagt: "Es muss mit vielen Akteuren gesprochen werden, auch mit Assad."

Lösung der Flüchtlingskrise sei ohne syrischen Diktator kaum möglich.

Peskow nannte jüngste US-Medienberichte über angeblich bevorstehende Luftangriffe Russlands auf die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) "reine Spekulation". Er könne auch nicht bestätigen, dass Putin den Föderationsrat in absehbarer Zeit um eine Erlaubnis zum Einsatz russischer Truppen in Syrien bitten wolle. "Mir ist davon nichts bekannt", sagte der Vertraute des Präsidenten.

Das Verteidigungsministerium in Moskau kündigte ein Manöver im östlichen Teil des Mittelmeers - und damit wohl in der Nähe Syriens - an. An der für Ende September und Anfang Oktober geplanten Übung würden auch ein Lenkwaffenkreuzer und ein Landungsschiff teilnehmen.© dpa