Startschuss für den erweiterten Grenzeinsatz des Bundesheeres: Eine Luftlandeeinheit soll bereits ab Mittwoch die Soldaten in Spielfeld unterstützen. Ziel sind stärkere Kontrollen, um Wirtschaftsflüchtlinge und illegal Einreisende zu stoppen.

435 Soldaten sind im Moment im Grenzbereich Spielfeld stationiert. Ab Mittwochfrüh bekommen sie Verstärkung: 150 Profis des Jägerbataillons 25 aus Kärnten sollen laut "Kronen-Zeitung" die grüne Grenze - rund um den Grenzübergang, abseits des hochgezogenen Zauns - sichern. Zu den Aufgaben gehören dabei die Personen- und Gepäckskontrolle.

Außenminister Kurz hofft auf einen Dominoeffekt innerhalb der EU.

"Damit beginnt der Testlauf für das neue Grenzsystem", erklärt Generalleutnant Karl Schmidseder im Gespräch mit der Zeitung. Der Vollbetrieb beginne im Februar.

Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) hatte erst am Montag in Brüssel angekündigt, dass Österreich seinen Kurs verschärfen und "die Einladungspolitik" beenden wolle.

Weitere Soldaten auf Abruf

Künftig soll es möglich sein, bis zu 11.000 Flüchtlinge täglich zu kontrollieren. Sollten die Soldaten den Ansturm nicht stemmen können, könnte das Heer umgehend weitere Hunderte Soldaten an die Grenze schicken, heißt es in dem Bericht.

Wirtschaftsflüchtlinge aus Marokko, Tunesien und Algerien, die wieder zurück nach Slowenien gebracht werden sollen, können vorübergehend in bewachten Sammelräumen untergebracht werden. Diese befinden sich direkt hinter der Grenzlinie. (af)