Kein Zutritt für Flüchtlinge: Der Club "Brucklyn" in Bad Tölz hat Asylbewerbern den Zutritt verwehrt. Es war eine bewusste Entscheidung nach Beschwerden anderer Gäste. Nun werden die Betreiber als "Nazi-Schweine" beschimpft - und fragen im Internet nach Rat.

Die Betreiber des Clubs "Brucklyn" in Bad Tölz thematisieren auf ihrer eigenen Facebook-Seite ein schwieriges Thema: "Am späten Abend haben zwei junge Männer, beide langjährige Gäste, mitbekommen wie unser Türsteher eine Gruppe Asylanten an der Tür abgewiesen hat. Daraus ist eine hitzige Diskussion entstanden, in der wir, unsere Mitarbeiter und Freunde, als Nazi-Schweine und Nazi-Schlampen betitelt wurden."

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Sie schreiben weiter: "Für uns war es nie ein Thema welche Religion, Herkunft, Hautfarbe, sexuelle Neigungen oder sozialer Status unsere Gäste haben." Und: "Auch als Anfang des Jahres die ersten Flüchtlinge in den Jodquellenhof einzogen änderte sich nichts an unserem Konzept! Einheimische und Flüchtlinge haben Seite an Seite bei uns gefeiert."

Doch die Flüchtlingskrise würde sich nun in ihrer Diskothek bemerkbar machen. Die Mehrzahl der Asylsuchenden seien Männer, einige von ihnen würden Frauen bedrängen oder ihnen auf die Toilette folgen. Einer Mitarbeiterin seien 20 Euro für eine gemeinsame Nacht angeboten worden.

... aber die Nackte ein Problem? Protest gegen Facebook-Regeln.

Ihr Eindruck: Es sei erkennbar, dass sich "die Beschwerden über solche Annäherungsversuche häufen, je mehr Asylanten gleichzeitig im Club sind".

Aus Angst vor dem Verlust von Stammgästen hätte man sich nun Gedanken gemacht, wie man reagieren solle. Schließlich wolle man nicht den Umsatz und damit die eigene Existenz aufs Spiel setzen. Man denke darüber nach, Flüchtlingen nur noch begrenzt den Zutritt zu erlauben.

Doch die Betreiber wissen, dass das eine Entscheidung ist, die nicht nur auf Gegenliebe stößt. Im Gegenteil. "Das stellt uns als Betreiber in ein Licht, in dem wir nie gestanden sind und auch nicht stehen wollen (Nazi-Schweine). (...) Was würdet ihr tun?"

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