Athen (dpa) - Flüchtlinge in Griechenland sollen künftig in fünf auf Inseln gebauten Aufnahmezentren registriert werden. Der erste dieser sogenannten Hotspots ist auf der Insel Lesbos bereits in Betrieb. Er liegt bei Mória wenige Kilometer nördlich der Inselhauptstadt Mytilini.

Heftigen Widerstand der Bevölkerung gegen den Bau solcher Einrichtungen gibt es nur auf der Insel Kos.

Dort streiten sich örtliche Behörden mit der Regierung in Athen über den Standort; zudem wollen viele Einwohner gar keinen Hotspot, weil sie Nachteile für den Tourismus befürchten.

Ein drittes Registrierzentren steht auf der Insel Chios kurz vor der Fertigstellung. Zwei weitere Hotspots auf Samos und auf Leros sollen spätestens Ende Februar ebenfalls in Betrieb gehen.

Ursprünglich wollte Athen alle Zentren Ende 2015 fertig haben. Die EU kritisiert den Zeitverzug, Athen wirft Brüssel im Gegenzug vor, nicht alle versprochenen Hilfskräfte nach Griechenland geschickt zu haben.© dpa