Berlin (dpa) - Nach Sachsen ist auch in Brandenburg und Thüringen die Wahlbeteiligung gesunken. Nach den vorläufigen Ergebnissen gaben nur 52,7 Prozent der Thüringer am Sonntag ihre Stimme ab. Vor fünf Jahren waren es 56,2 Prozent.

In Brandenburg nutzten am Sonntag laut Landeswahlleiter 47,9 Prozent der Bürger ihr Wahlrecht. 2009 hatte die Beteiligung noch 67 Prozent betragen - damals wurde allerdings am selben Tag der Bundestag gewählt.

Erst zweimal zuvor gaben bei einer Landtagswahl weniger als 50 Prozent ihre Stimme ab: Vor zwei Wochen blieb in Sachsen gut jeder zweite Wähler zu Hause. 2006 gingen in Sachsen-Anhalt nur 44,4 Prozent der Berechtigten zur Wahl.

Generell kann von einer sinkenden Wahlbeteiligung nicht die Rede sein: Bei der Bundestagswahl im September 2013 etwa gingen mehr Menschen (71,5 Prozent) zur Wahl als noch 2009 (70,8 Prozent); auch in Bayern und Hessen war die Beteiligung höher als bei den Wahlen zuvor.© dpa