Pech für Horst Seehofer: Anscheinend hat Karl-Theodor zu Guttenberg keine Lust, sein Nachfolger als Ministerpräsident und Chef der CSU zu werden. Das legt ein Artikel der "Süddeutschen Zeitung" nahe.

Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer will angeblich Karl-Theodor zu Guttenberg zurückholen. Wie die "Süddeutsche Zeitung" berichtet, verdichten sich die Hinweise darauf, der CSU-Parteichef wünsche sich eine Rückkehr des früheren Verteidigungsministers in die erste Riege der deutschen Politik.

Automatische Abschiebung krimineller Ausländer ist gescheitert.

Informationen der Zeitung zufolge will Seehofer Guttenberg gar zum CSU-Spitzenkandidaten für die Bundestagswahl 2017 machen. Zudem wäre der Parteivorsitz drin.

Guttenberg soll Angebot abgelehnt haben

Der 44-Jährige soll ein politisches Comeback jedoch abgelehnt haben. Seine Beratungs- und Investmentfirma in den USA nehme ihn zur Gänze in Anspruch, teilte der Ex-Verteidigungsminister der SZ in einer E-Mail mit. Allerdings gehört Guttenberg auch dem Strategieteam der CSU an, das am Montag seine Arbeit aufnimmt.

"Lausiger Umgang" mit Plagiatsaffäre

Ein Satz aus der Nachricht überrascht indes: "Unabhängig davon würden die berechtigten Gründe für meinen Rücktritt sowie mein lausiger Umgang damit eine Rückkehr nicht rechtfertigen", schreibt Guttenberg. Er war 2011 nach einer Plagiatsaffäre um seine Doktorarbeit zurückgetreten.

Zwar hatte Horst Seehofer für 2018 seinen Rückzug aus der CSU angekündigt, denkbar ist jedoch, dass er noch länger Ministerpräsident bleibt - und sei es, um seinen ungeliebten Kontrahenten Markus Söder auszustechen. Der SZ sagte Seehofer jedenfalls, es sei aktuell nicht an der Zeit, über Personalfragen zu sprechen. (ank)

Angela Merkel, Horst Seehofer und Sigmar Gabriel sprechen derzeit nicht unter sechs Augen. Sie wenden sich via Medien aneinander - sowie an ein Millionen- Publikum. Und der Finanzminister Wolfgang Schäuble brodelt - und schimpft im fernen Asien. Die Linke nennt den Zustand der Koalition "erbärmlich".