Köln (dpa) - Der Gesundheitsexperte der Unionsfraktion Jens Spahn ist neues CDU-Präsidiumsmitglied.

Nachdem Gesundheitsminister Hermann Gröhe auf dem CDU-Parteitag in Köln seine Bewerbung aus Rücksicht auf den Frauenanteil in dem Gremium zurückgezogen hatte, blieb in einem zweiten Wahlgang eine Kampfkandidatur aus.

Der erste Wahlgang wurde für ungültig erklärt, weil das Frauenquorum von einem Drittel verfehlt wurde. Nicht gewählt worden war dabei die Berliner Gesundheitsstaatssekretärin Emine Demirbüken-Wegner. Sie ist neben der saarländischen Regierungschefin Annegret Kramp-Karrenbauer einzige Frau in dem Spitzengremium.

Nach der CDU-Satzung wird der erste Wahlgang als ungültig gewertet, wenn das Quorum verfehlt wird. Danach gilt das Quorum nicht mehr. Gröhe hätte also im zweiten Wahlgang Chancen auf den Einzug in das Präsidium gehabt. Er verzichtete aber auf eine erneute Kandidatur und betonte, dass das Frauenquorum wichtig sei.

Gewählt sind nun: Annegret Kramp-Karrenbauer (85,2), Finanzminister Wolfgang Schäuble (84,6), der Europaabgeordnete David McAllister (83,7), Sachsens Ministerpräsident Stanislaw Tillich (81,9), CDA-Chef Karl-Josef Laumann (76,8), Spahn (66,2) und Demirbüken-Wegner (57,5).© dpa