Brüssel (dpa) - In der Flüchtlingskrise finden die 28 EU-Staaten keine gemeinsame Linie. Die eigentlich beschlossene Umverteilung von 160 000 Menschen aus Griechenland und Italien innerhalb der Europäischen Union kommt kaum voran.

Nun setzt Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) auf eine "Koalition der Willigen" - also EU-Länder, die dem Drittland Türkei Flüchtlingskontingente abnehmen könnten.

Diese "Koalition" ist keine geschlossene Gruppe, sondern ein loser Verband an Staaten. Am Donnerstag sollen ihre Mitglieder sich wie schon vor dem EU-Gipfel im Dezember in der Vertretung Österreichs bei der Europäischen Union in Brüssel treffen. Neben dem Gastgeber sind derzeit Deutschland eingeladen, Belgien, die Niederlande und Luxemburg, Schweden, Slowenien, Portugal, Frankreich und Griechenland. Vonseiten der Türkei wird Ministerpräsident Ahmet Davutoglu erwartet.

Auch EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker und der Präsident des Europäischen Parlaments Martin Schulz sollen kommen, auch wenn sie keine Länder vertreten.© dpa