Paris (dpa) - Die Verteidigungsminister wichtiger westlicher Verbündeter im Kampf gegen die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) beraten in Paris über die künftige Strategie der US-geführten Koalition.

Dazu kamen die Verteidigungsminister Frankreichs und der USA, Jean-Yves Le Drian und Ashton Carter, mit ihren Amtskollegen Ursula von der Leyen (Deutschland), Marise Payne (Australien), Roberta Pinotti (Italien), Jeanine Hennis-Plasschaert (Niederlande) und Michael Fallon (Großbritannien) zusammen.

Nach den jüngsten militärischen Erfolgen gegen die IS-Miliz will die Militärkoalition die Extremisten weiter in die Enge treiben. "Wir haben Fortschritte gemacht, der IS ist nun in der Defensive", sagte Fallon vor der Konferenz.

Ziel sei es, "eine vernünftige Balance zu finden zwischen der Unterstützung von irakischen und kurdischen Bodentruppen bei den täglichen Operationen und den Angriffen auf die vom IS genutzte Infrastruktur wie Straßen, Ölverbindungen, Depots, Logistik oder Kommandozentralen".

Unter Führung der USA haben sich rund 60 Staaten im September 2014 zu einem Bündnis gegen den IS zusammengeschlossen. Nicht alle Länder beteiligen sich an den Luftschlägen gegen IS-Stellungen. Deutschland hat Aufklärungsarbeiten übernommen, etwa mit "Tornado"-Flugzeugen und Satelliten. Zudem hat Berlin eine Fregatte zum Schutz eines französischen Flugzeugträgers abgestellt.

Kanada ist in Paris nicht vertreten. Das Land hatte angekündigt, seine Kampfjets aus der Region abzuziehen.© dpa