Jerusalem (dpa) - Israels Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hat Palästinenserpräsident Mahmud Abbas vorgeworfen, Terroristen durch Hetze zu ermutigen.

Nach dem Anschlag auf eine Jerusalemer Synagoge mit vier Toten sagte Netanjahu am Dienstag vor Journalisten: "Abu Masen (Abbas) hat den Anschlag verurteilt und das ist gut so - aber nicht genug."

Die militanten Palästinenserorganisationen Hamas und Islamischer Dschihad sowie die Palästinenserbehörde verbreiteten ständig Lügen über Israel, sagte Netanjahu. Er bezog sich dabei unter anderem auf den Tod eines palästinensischen Busfahrers, der sich laut einem israelischen Autopsiebericht selbst das Leben genommen hatte. Er bezeichnete Vorwürfe, der Mann sei von jüdische Siedlern ermordet worden, als Lügen. "Solche Lügen haben schon viele Opfer gefordert."

"Wir befinden uns mitten in einer Terrorkampagne, die sich auf Jerusalem konzentriert", sagte Netanjahu. "Die Welt schaut sich dieses Massaker an, aber sie verlangt nicht von der Palästinenserbehörde, die Hetze zu unterbinden." Er rief die führenden internationalen Vertreter zu einer klaren Verurteilung von Terroranschlägen gegen Israel auf.

Netanjahu kündigte die Zerstörung der Häuser palästinensischer Attentäter an. Er rief das israelische Volk zur Einheit auf. Die Menschen müssten angesichts drohender weiterer Anschläge wachsam sein, aber das Gesetz nicht in die eigenen Hände nehmen.© dpa