Die Bundeswehr wird immer mehr zur "Pannenwehr". Das neue Problem: Die Tornados dürfen keine nächtlichen Aufklärungsflüge gegen die Terrormiliz "Islamischer Staat" (IS) fliegen, weil die Cockpit-Beleuchtung zu stark reflektiert.

Deutschland besitzt 93 Tornados. Von diesen sind 66 in Betrieb. Nicht einmal die Hälfte davon ist derzeit einsatzfähig. In Syrien sind sechs deutsche Tornados im Einsatz. "Das heißt, wir haben da einen breiten Spielraum, der vorhanden ist", erklärte Ursula von der Leyen. Grund für die wenigen einsatzfähigen Tornados ist die "mangelnde Verfügbarkeit verschiedener Ersatzteile".
Auch das Sturmgewehr macht Probleme: Das G36 der Bundeswehr schießt schief. Wenn sich die Waffe von 15 auf 45 Grad erhitzt, sinkt gleichzeitig die Trefferwahrscheinlichkeit auf sieben Prozent.
Deutschland möchte gemeinsam mit Frankreich und Italien eine europäische Drohne bauen. Bis zur Produktion der Drohne dauert es allerdings noch neun Jahre. Bis dahin soll das israelische Modell "Heron TP" für Aufklärungsflüge genutzt werden. Die Projekt der Drohne "Euro Hawk" wurde 2013 von Thomas de Maizière gestoppt. Bisher wurde für die Entwicklung des unbemannten Flugkörpers rund 600 Millionen Euro ausgegeben.
Da ist wohl eine Schraube locker: Im Mai 2015 teilte das Verteidigungsministerium mit, dass bei einem Teil der Gefechtshelme die Schraube für die Halterung des Innenfutters der Helme nicht ausreichend gegen Splitter geschützt sei. Insgesamt seien Zehntausende Helme betroffen.
Im September 2014 war keiner der 22 Bordhubschrauber einsatzbereit. Einem Dokument der "Süddeutschen Zeitung" zu Folge wurde bei einem Modell ein 20 Zentimeter langer Riss gefunden. Der Betrieb wurde daraufhin komplett eingestellt. Bei drei weiteren Modellen wurden ähnliche Schäden entdeckt.
Das neue Maschinengewehr "MG5" bereitet der Bundeswehr Probleme. Eigentlich sollte das Nachfolgermodell der "MG3" bereits 2015 ausgeliefert werden. Doch Probleme verzögern die Auslieferung weiterhin. Des Weiteren können die neuen Gewehre bei Panzern nicht ohne Weiteres auf die Lafetten (ein fahrbares Gestell, was das Zielen erleichtert) des Typs "MG3" montiert werden. Die Anpassung kostet rund 50 Millionen Euro.
Der Schützenpanzer "Puma" ist deutlich teurer gewesen als zunächst geplant. Ursprünglich sollte das Rüstungsprojekt 3,1 Milliarden Euro kosten. Letztlich stiegen die Kosten auf 4,2 Milliarden Euro an. Das Ministerium erklärte, bei den 3,1 Milliarden Euro habe es sich ausschließlich um die "nackten Panzer" ohne Ausrüstung gehandelt.