Rom (dpa) - Der Fall der Berliner Mauer ist nach den Worten von Papst Franziskus durch den "langen und mühsamen Einsatz" vieler Menschen möglich geworden.

Sie hätten dafür "gekämpft, gebetet und gelitten, einige bis zur Aufopferung ihres Lebens", sagte das katholische Kirchenoberhaupt am Sonntag beim traditionellen Angelus-Gebet auf dem Petersplatz in Rom anlässlich des 25. Jahrestags des Mauerfalls. In diesem Zusammenhang erinnerte er auch an den Anteil von Papst Johannes Paul II. (1978-2005) an der Entwicklung, die zu den Ereignissen vom 9. November 1989 führte.

Die Berliner Mauer habe die Stadt für so lange Zeit geteilt und "war Symbol der ideologischen Teilung Europas und der gesamten Welt", betonte Franziskus. Er hoffe darauf, dass auch die nach wie vor in aller Welt existierenden Mauern zu Fall gebracht werden könnten. "Wir brauchen Brücken, keine Mauern", rief er den auf dem Petersplatz versammelten Gläubigen zu. Es dürfe nicht mehr sein, dass unschuldige Menschen wegen ihres Glaubens verfolgt oder sogar getötet würden. Wo eine Mauer sei, sei das Herz verschlossen, betonte Franziskus.© dpa