Paul Ziemiak ist neuer Vorsitzender der Jungen Union. In einer Kampfabstimmung auf dem JU-Deutschlandtag im bayerischen Inzell setzte sich der 29-Jährige aus Nordrhein-Westfalen am Freitagabend klar gegen seinen Mitbewerber Benedict Pöttering (31) durch.

Auf Ziemiak entfielen 63 Prozent der als gültig gewerteten Delegiertenstimmen, auf Pöttering 37 Prozent. "Heute beginnt die Zukunft der Jungen Union", rief Ziemiak den Delegierten unmittelbar nach seiner Wahl zu.

Ziemiak ist Nachfolger von Philipp Mißfelder, der nach einer Rekordamtszeit von zwölf Jahren mit 35 Jahren die Altersgrenze der JU erreicht hat und deshalb nicht erneut kandidierte. In seiner Rede hatte Ziemiak betont: "Wir sind das Land der Möglichkeiten, die Junge Union muss die Organisation der Möglichkeiten sein."

Ziemiak war 14, als er zur Jungen Union kam. Von 1999 bis 2001 war er Vorsitzender des neugegründeten Kinder- und Jugendparlaments der Stadt Iserlohn - heute ist er dort im Stadtrat. Er ist im CDU- Bezirks- und Landesvorstand Nordrhein-Westfalen. 2012 wurde er Chef der NRW-JU, dem größten und mächtigsten aller JU-Landesverbände. Ziemiak stammt aus Polen, als Heimat bezeichnet er aber das Sauerland, wo er aufwuchs. Er studiert Unternehmenskommunikation. © dpa