Bagdad (dpa) - Irakische Sicherheitskräfte haben die Blockade der strategisch wichtigen Erdölraffinerie Baidschi nach eigenen Angaben endgültig gebrochen. Auch rund um die Stadt Kobane melden die Verteidiger Erfolge gegen den Islamischen Staat (IS).

Irakische Sicherheitskräfte brachen am Dienstag nach eigenen Angaben endgültig die Blockade der strategisch wichtigen Erdölraffinerie Baidschi nördlich von Bagdad. In Kobane eroberten kurdische Volksschutzeinheiten sechs Gebäude von IS-Kämpfern zurück, wie die Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte meldete.

Video von Kassigs Tötung verdeutlicht: Die Terrormiliz verfolgt neue Ziele.

Das irakische Staatsfernsehen zeigte am Dienstag Livebilder aus Baidschi, auf denen die Erdölraffinerie und jubelnde Soldaten zu sehen waren. Alle vom IS gelegten Minen und Sprengsätze im Umfeld der Anlage seien entfernt worden, teilte die irakische Polizei mit. IS-Kämpfer hatten die größte Erdölraffinerie des Landes rund 200 Kilometer nördlich von Bagdad über Wochen belagert. Am vergangenen Freitag meldete die irakische Armee, sie habe Baidschi von den Extremisten zurückerobert.

Kobane: Terrormiliz wird zurückgeschlagen

Auch in Kobane an der türkischen Grenze erlitt die Terrormiliz Rückschläge. Mit Hilfe von Luftangriffen der USA und ihrer Verbündeten konnten die kurdischen Verteidiger den IS-Vormarsch zuletzt jedoch stoppen. Die syrischen Menschenrechtler erklärten, Kobanes Verteidiger hätten große Mengen Waffen und Munition von der IS-Terrormiliz erobert. Bei Kämpfen seien 13 IS-Kämpfer getötet wurden.

Bei Angriffen der syrischen Luftwaffe nördlich der Stadt Aleppo kamen mindestens 27 Menschen ums Leben. In dem vom IS beherrschten Ort Al-Bab starben 14 Menschen, als Hubschrauber Fassbomben abwarfen, wie die Menschenrechtsbeobachter berichteten. Die Internetseite Zaman al-Wasl meldete, auch IS-Kämpfer seien getötet worden. Bei einem weiteren Angriff auf Al-Kabr al-Inglisi ("Englisches Grab") kamen den Menschenrechtsbeobachtern zufolge 13 Menschen ums Leben.© dpa